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Yucca Mountain: Zweifler unerwünscht

Die Senatoren des US-Bundesstaats Nevada haben am Mittwoch eine staatliche Untersuchung über den Umgang mit Menschen gefordert, die öffentlich vor Gefahren durch das genehmigte Atommüll-Endlager Yucca Mountain gewarnt haben. Medienberichten zufolge sollen Mitarbeiter, die Zweifel an der Sicherheit der zukünftigen Anlage und an der Glaubwürdigkeit des wissenschaftlichen Entscheidungsprozesses geäußert haben, mit Repressalien belegt worden sein.

In einem Brief an den Generalstaatsanwalt zitierten die Senatoren Reid und Ensign, von jeher Gegner des Endlager-Projekts in Nevada, aus dem Bericht einer regionalen Zeitung, dem zufolge zwei Angestellte entlassen bzw. versetzt worden seien, weil sie hartnäckig auf technische Defizite hingewiesen hätten. Offensichtlich sei ein Exempel statuiert worden: ...Halt den Mund oder geh.

Yucca Mountain soll 2010 den Betrieb aufnehmen und insgesamt rund 70.000 Tonnen hoch- radioaktiven Abfalls aufnehmen. Das strahlende Material muss aus Sicherheitsgründen 10.000 Jahre an einem undurchlässigen Ort gelagert werden. Gegner der Anlage bemängeln, dass es letztlich keinen wirklich sicheren Ort für den tödlichen Müll gibt. Zudem liegt Yucca Mountain in einer durch Erdbeben gefährdeten Region. (sit)

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