Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

In einem gemeinsamen Papier haben die acht größten europäischen Umweltorganisationen - die so genannten Grünen Acht, darunter auch Greenpeace - schon im August ihre Vorschläge zu nachhaltiger Entwicklung und Umweltschutz veröffentlicht. Sie fordern beispielsweise Nachbesserungen in den Bereichen Landwirtschaft, Transport und Energie.

Die Grünen Acht sind Birdlife International, Climate Network Europe, European Environmental Bureau, Friends of the Earth Europe, Greenpeace, International Friends of Nature, The European Federation for Transport and Environment, World Wide Fund for Nature.

Sie kritisieren besonders, dass das Umweltverständnis des Verfassungsentwurfs heutigen Erkenntnissen und Erfordernissen nicht gerecht wird. Es stammt aus der Zeit, als Quantität vor Qualität rangierte, Luftverschmutzung und Klimaerwärmung keine Themen waren. Und Atomkraft noch als zukunftsträchtig galt.

Diesem Verständnis entspricht, dass der alte Euratom-Vertrag Teil der neuen EU-Verfassung werden soll. Damit würde der Geist der fünfziger Jahre in der neuen EU-Verfassung überleben. Zudem würde das EU-Recht widersprüchlich: Im Euratom-Vertrag von 1957 ist die Bevorzugung der Atomenergie gegenüber anderen Energieträgern festgeschrieben. Das heutige allgemeine EU-Recht aber zielt darauf ab, Wettbewerbsverzerrungen durch Subventionen zu beseitigen.

Die "Grünen Acht" schlagen vor, eine Regierungskonferenz einzuberufen, die sich ausschließlich mit der Abschaffung des unzeitgemäßen Vertrages auseinandersetzt. Bislang hat nur Österreich, unterstützt von Irland, diesen Vorschlag aufgegriffen. Wir appellieren an Außenminister Joschka Fischer, in Neapel ein Zeichen zu setzen und sich dem österreichischen Vorstoß anzuschließen. (sit)

Die Vorschläge der "Grünen Acht":

"Towards a Green Constitution" (PDF, 769 kb,in englischer Sprache)

Hintergrundinformationen zum Euratom-Vertrag:

Euratom - Im Schatten der Öffentlichkeit

EURATOM - Im Schatten der Öffentlichkeit

EURATOM - Im Schatten der Öffentlichkeit

6 | DIN A4

74.65 KB

Herunterladen

Jetzt mitmachen

Du willst Teil der Energiewende sein?

Menschen stellen die Energiewende dar - von der Atomkraft zur Windkraft 15.04.2011

Dann besuche in unserer Mitmach-Community Greenwire die Energiewende-Themengruppe und tausche dich mit Anderen aus, finde weitere Mitmachangebote und erfahre mehr über unsere Kampagnen.

Hier lang zur Themengruppe-Energiewende

Themengruppe auf

Menschen stellen die Energiewende dar - von der Atomkraft zur Windkraft 15.04.2011

Mehr zum Thema

Projektion für den Atomausstieg am Atomkraftwerk Isar 2 bei Nacht
  • 28.03.2024

Auch wenn vielerorts eine “Renaissance der Atomkraft” herbeigeredet wird, die Fakten sprechen dagegen: Atomenergie ist in Deutschland am Ende, im Rest Europas und weltweit auf dem absteigenden Ast.

mehr erfahren
Karte der Region Fukushima in Japan, die die Ausbreitung der Strahlung nach der Atomkatastrophe im März 2011 im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi zeigt.
  • 11.03.2024

Der 11. März 2011 versetzte Japan in einen Ausnahmezustand, der bis heute anhält. Die dreifache Katastrophe von Erdbeben, Tsunami-Flutwelle und Super-GAU traf das Land bis ins Mark.

mehr erfahren
Projektion zum Atomausstieg am AKW Isar 2
  • 05.03.2024

Atomkraft ist nicht nur riskant, sondern auch keine Lösung für die Energiekrise. Am 15. April 2023 wurden die deutschen Atomkraftwerke darum abgeschaltet, endgültig.

mehr erfahren
Balloons on the 'Plein' at The Hague
  • 12.12.2023

Ein technologischer Meilenstein, aber kein Modell für die Zukunft: Warum der gelungene Versuch der Kernfusion nicht die Probleme der Gegenwart löst.

mehr erfahren
Dunkle Wolken über Fukushima
  • 24.08.2023

Mit bewussten Fehleinschätzungen wird der Plan gerechtfertigt, mehr als eine Million Tonnen radioaktives Wasser aus Fukushima ins Meer abzulassen. Greenpeace entkräftet diese Halbwahrheiten.

mehr erfahren
The Nuclear Crisis at the Fukushima Daiichi Nuclear Plant Continues
  • 14.06.2023

Seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011 hat Greenpeace zahlreiche Studien durchgeführt. Alle Publikationen sind hier aufgelistet.

mehr erfahren