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Greenpeace-Ausstellung mit Fotos von Robert Knoth auf der Photokina

verstrahlt - verdrängt - vergessen

Rund 80 Fotos gegen das Vergessen zeigt Greenpeace von 26. September bis 1. Oktober auf der Photokina in Köln. Es sind Bilder des niederländischen Fotografen Robert Knoth. Die Fotos dokumentieren, was heute gern verleugnet oder totgeschwiegen wird: das Leid von Menschen, die von radioaktiver Verseuchung betroffen sind. Für seine bewegenden Schwarz-Weiß-Bilder reiste Robert Knoth nach Tschernobyl (Ukraine), nach Mayak und Tomsk (Russland) sowie nach Semipalatinsk (Kasachstan).

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Der mehrfach ausgezeichnete Fotograf aus den Niederlanden erzählt vom Leid der betroffenen Menschen, von ihrem Alltag unter schwierigen Bedingungen und von ihren Versuchen, dem Leben trotzdem ein wenig Glück abzutrotzen. Seine Bilder erzeugen Nähe und Vertrautheit, ohne voyeuristisch zu sein.

Auf einem Bild ist Anja Pesenko, geboren 1990. Im Alter von vier Jahren diagnostizierten die Ärzte bei ihr einen Hirntumor. Heute ist Anja 15 und wird ihr Bett wohl nie mehr verlassen können. Ihre Eltern Walentina und Wazlaw Pesenko stammen aus Zakoptje, einem Ort, der durch den Reaktorunfall in Tschernobyl 1986 hochgradig radioaktiv verseucht wurde.

Außer auf der Photokina in Köln ist die Austellung weltweit in rund 30 Ländern zu sehen. Unter anderem in der Athener U-Bahn, im Europäischen Parlament in Brüssel und im Haus der Fotografie in Moskau. In Deutschland ist sie nach der Photokina vom 18. Oktober bis zum 5. November in München im Gasteig zu sehen.

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