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Tschechisches Atommüllproblem wächst

Tschechien will ab 2020 zwei neue Atomreaktoren bauen - dabei weiß die Regierung schon jetzt nicht mehr wohin mit dem Atommüll. Die beiden tschechischen Atomkraftwerke Temelin und Dukovany haben bis heute rund 3.000 Tonnen radioaktiven Abfall produziert. Dieser Atommüll liegt in einem Zwischenlager - eine Endlagerstätte gibt es nicht.

Prag ließ mehrere Standorte prüfen, doch die Bevölkerung der umliegenden Gemeinden sprach sich mit großer Mehrheit gegen den Bau von Endlagern aus. Der Widerstand zeigte Wirkung: Die Suche nach einem geeignetem Platz wurde aufgegeben.

Greenpeace fürchtet nun, dass die Regierung in Prag den Atommüll in der russischen Wiederaufbereitungsanlage Majak entsorgen will. Bereits letztes Jahr ist die Anlage im Ural in die Schlagzeilen geraten: Sie hatte flüssige Strahlenabfälle in Gewässer pumpen lassen. Das Gelände um die Anlage ist einem Uno-Gutachten zufolge das am stärksten atomar verseuchte Territiorium der Welt.

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