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Radioaktives Wasser aus AKW im Neckar

Aus dem Atomkraftwerk Neckarwestheim sind bereits Ende Juli radioaktive Stoffe in den Neckar gelangt. Das hat am Montag das Landesumweltministerium bekannt gegeben. Der Vorfall ist der dritte innerhalb von zwei Jahren, bei dem in Baden-Württemberg Radioaktivität in Flüsse entweichen konnte.

Der Vorfall ereignete sich am 27. Juli während der jährlichen Inspektion. Bemerkt wurde der Austritt jedoch erst am 18. August, als der Reaktor wieder angefahren wurde. Eine Strahlungsmessstelle in einem eigentlich nicht-radioaktiven Teil des AKW meldete Radioaktivität. Ähnliche Ereignisse fanden innerhalb der letzten zwei Jahre im AKW Philippsburg statt. Laut der Betreiber habe keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden.

Wir fragen uns, ob es wohlmöglich Sicherheitslücken während der Revision gibt und warum nach der Entdeckung noch mal so viel Zeit vergangen ist, ehe der Vorfall gemeldet wurde, sagt Thomas Breuer, Atomenergie-Experte bei Greenpeace. (kab)

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