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Radioaktiver Abfall? Weg damit ins Meer

British Nuclear Fuels (BNFL), Betreiber der so genannten Wiederaufarbeitungsanlage in Sellafield, plant erhöhte Einleitungen von radioaktivem Technetium-99 (Tc-99) in die Irische See. Damit sollen die Kosten von 100 Millionen Pfund für die Sanierung einer überalterten und maroden TC-99-Lagerungsstätte eingespart werden.

Einem Bericht der Zeitung The Guardian vom Dienstag zufolge ist Umweltministerin Margaret Beckett und Gesundheitsminister Alan Milburn in diesem Jahr eine vertrauliche Mitteilung von der Umweltbehörde zugegangen. Demnach sollen tragende Teile des alten Lagers morsch oder verrostet sein. Zudem funktioniere das in Sellafield eingesetzte Verfahren zur Sicherung des gelagerten Tc-99 nicht ausreichend. Eine Einleitung des Lagerbestands in die Irische See bis 2007 sei die einzige - auch von der Umweltbehörde unterstützte - Lösung des Problems.

Greenpeace-Experte Pete Roche kommentierte den Fall mit den Worten: Margaret Beckett sollte die Streithähne zur Vernunft bringen. Alle beteiligten Institutionen scheinen gegen den erklärten Wunsch der Ministerin nach einem frühen Ende der Einleitungen zu arbeiten. Großbritannien darf die Irische See nicht länger als Abkürzung und billige Lösung selbst gemachter Probleme betrachten.

BNFL sieht das anders: Das betreffende Gebäude sei rund 50 Jahre alt und könne nun einmal nicht die Auflagen moderner Anlagen erfüllen. Ein Sicherheitsproblem bestehe derzeit nicht. Es komme darauf an, innerhalb der nächsten Jahre den Inhalt zu beseitigen. Ein Einleitungsverbot sei kontraproduktiv. (sit)

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