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Plutoniumtransport unter Protest beendet

Nach einer 75-tägigen Reise sind zwei britische Atomfrachter aus Japan kommend in Großbritannien eingetroffen. Die letzte Etappe ihrer fast 29.000 Kilometer langen Fahrt führte durch die Irische See, wo eine Flotte von Segelyachten mit Atomgegnern an Bord sie empfing. Keine der in der Nuclear-Free-Irish-Sea-Flotte segelnden Yachten näherte sich den bewaffneten Atomfrachtern mehr als 200 Meter. Deswegen blieben die zur Abschreckung eingesetzten Wasserwerfer wirkungslos. Der Protest war von Anfang an friedlich.

Einige der Yachten folgten den Frachtern in den Hafen von Barrow-in-Furness in der Nähe der Plutoniumfabrik Sellafield. Auf Transparenten war zu lesen: Stellt die Plutonium-Transporte ein! Der Atomfrachter Pacific Pintail wurde von zwei großen Patrouillenbooten und einem halben Dutzend Polizeischlauchbooten abgeschirmt. John Bowler von Greenpeace machte noch einmal deutlich, dass dieser Protest friedlich, im Rahmen der Gesetze, aber dennoch schlagkräftig gewesen sei. Greenpeace hatte an der Nuclear-Free-Irish-Sea-Flotilla mit seinem Flaggschiff Rainbow Warrior teilgenommen.

Die Atomfrachter hatten Japan am 4. Juli verlassen, nur wenige Stunden bevor Greenpeace eine Einstweilige Verfügung gegen den Transport bei einem englischen Gericht erwirken konnte. Die Ladung bestand aus unbenutzten MOX-Atombrennstäben, die über 250 Kilogramm waffenfähiges Plutonium enthalten. Daraus könnten 50 Atombomben hergestellt werden. Japan hatte die MOX-Brennelemente 1999 zurückgewiesen, als bekannt wurde, dass der britische Hersteller, die sich in staatlicher Hand befindliche BNFL, die Sicherheitspapiere gefälscht hatte.

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