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Ein Greenpeace-Kommentar

Nummer 1 der heutigen Polit-Hitparade: Bundeswehr für AKW-Schutz

Verfolgen wir die Nachrichten der letzten Wochen zum Thema Atomkraft, so ergibt sich eine Zukunftsvision der besonderen Art: Deutschland verlängert die Laufzeiten seiner AKW, speziell seiner Uralt-Meiler, postiert Bundeswehreinheiten gegen Flugzeugattacken drumherum und gewinnt so kostbare Zeit für den Bau neuer Atomkraftwerke.

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Die Bundeswehr zum Schutz von AKW vor Terrorakten einzusetzen, ist in dieser Oper der neueste Hit - gesungen vom stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Wolfgang Bosbach. Thomas Breuer, Greenpeace-Experte für Atomkraft, kommentiert die Vorführung:

Endlich hat auch die CDU erkannt, dass die deutschen Atomkraftwerke eine existentielle Gefahr für unsere zivile friedliche Gesellschaft darstellen. Bosbach fordert den Schutz von Atomkraftwerken durch das Militär.

Das lehnt Greenpeace ab. Wie will denn die Bundeswehr einen Reaktor vor einem Terroranschlag mit einem Passagierflugzeug schützen? In letzter Konsequenz ginge es wieder um eine Abwägung Leben gegen Leben, die gegen die Grundrechte auf Leben und Menschenwürde verstößt, wie das Bundesverfassungsgericht am Mittwoch festgestellt hat.

Eine wirkungsvolle Sicherung von Atomkraftwerken kann nur über eine Abschaltung erfolgen. Geothermiekraftwerke und Windkraftanlagen sind keine lohnenden Ziele für Terroristen. Das sollten langsam auch die Politiker der CDU begreifen.

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