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Mehrheit der CDU-Wähler will Atomausstieg

Das Greenpeace Magazin ließ Emnid fragen und CDU-Anhänger antworteten: Rund 53 Prozent der CDU/CSU-Wähler sprachen sich dafür aus, die derzeit in Deutschland betriebenen Atomkraftwerke in den nächsten 20 Jahren oder früher abzuschalten. Das steht im Widerspruch zur Unionsspitze, die schon laut über einen Wiedereinstieg in die Atomkraft nachgedacht hat. Ein Ausbau der Atomkraft wird laut Emnid von lediglich 19 Prozent der Parteianhänger unterstützt.

Der umweltpolitische Sprecher der CDU, Dr. Peter Paziorek, erklärte, dass er mit dem Umfrageergebnis leben könne. Er plädiere jedoch für eine Verlängerung und Rückkehr der AKW-Laufzeit von derzeit 32 Jahren auf 40 Jahre. Er wolle solche offenen Fragen parteiintern diskutieren, insbesondere das zukünftige energiepolitische Konzept der CDU. Setzt sich Paziorek mit seinen Vorstellungen durch, hätte das eine deutliche Verschiebung des Atomaustiegs nach hinten zur Folge.

Das Emnid-Institut hat aber nicht nur CDU-Wähler befragt. Insgesamt sprachen sich 63 Prozent der Deutschen für den Atomausstieg aus. Emnid fand ebenfalls heraus, dass 81 Prozent aller Deutschen sich um die Umwelt sorgen. Allerdings weigerten sich 29 Prozent der Befragten, den bekannteren Parteien (Grüne, SPD, CDU/CSU, FDP oder PDS) überhaupt Kompetenz auf diesem Gebiet zuzubilligen. (mir)

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