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Mehr Sicherheit für Temelin? Nein, danke!

Die Atomsicherheitsbehörde der Republik Tschechien (SUJB) wird der staatlichen Betreiberfirma CEZ des umstrittenen Atomkraftwerks Temelin keine Empfehlung für die Installation zusätzlicher Sicherheitseinrichtungen geben. Das teilte die SUJB-Leiterin Dana Drabova mit. Als Begründung führte Drabova an: Wir können CEZ nicht zu einer unnötigen Investition auffordern, die unserer Ansicht nach zu keiner erhöhten Sicherheit beiträgt.

Seit November 2001 hat die SUJB die Sicherheit des südböhmischen Atomkraftwerks sowjetisch-russischer Bauart analysiert. Das war Bestandteil einer bilateralen Vereinbarung zwischen Wien und Prag, die unter Vermittlung des EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen in Melk zustande gekommen war. Unter anderem hatten damals deutsche und österreichische Experten gefordert, gemäß den deutschen Sicherheitsbestimmungen die Steueranlagen für Dampf und Wasser durch eine Mauer zu trennen. Das stelle laut SUJB keine Verbesserung dar.

Das Atomkraftwerk Temelin liegt nur rund 50 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Bislang ist es immer wieder wegen einer nicht abreißen wollenden Serie von teilweise schweren Pannen in die Schlagzeilen geraten. Die angestrebte Privatisierung des AKWs ist daran bisher gescheitert. Umweltschützer in Deutschland, Österreich und Tschechien fordern, die beiden Reaktorblöcke umgehend stillzulegen.

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