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Keine Sicherheit in japanischen Atomanlagen

Die Reihe von Alarmmeldungen aus japanischen Atomkraftwerken ist lang. Innerhalb von zwei Tagen traten Anfang September in zwei Reaktoren durch Lecks Radioaktivität ausgetreten. Die Meiler musste heruntergefahren werden. Sie gehören dem größten japanischen Atombetreiber Tokyo Electric Power (TEPCO), dessen jahrelang gefälschte Sicherheitsberichte gerade erst einen Skandal verursacht hatten.

TEPCO hat zugegeben, von 1986 bis Mitte der neunziger Jahre in 29 Fällen Inspektionsberichte gefälscht zu haben. Risse in 13 Atomkraftwerken wurden vertuscht. Fünf Spitzenmanager zogen die Konsequenz und kündigten ihren Rücktritt an. Der japanische Industrieminister Takeo Hiranuma wusste seit vier Jahren von dem Betrug. Er gab an, die Untersuchungsergebnisse erst jetzt veröffentlicht zu haben, weil das Geständnis des Unternehmens noch ausstand.

Die japanische Öffentlickeit ist für Störfallmeldungen aus Atomanlagen besonders sensibilisiert, seit vor drei Jahren bei einem Unfall in der Uranverarbeitungsanlage in Tokaimura zwei Arbeiter ums Leben kamen und 600 Menschen radioaktiver Strahlung ausgesetzt waren. Der Prozess gegen die Betreiberfirma läuft noch. Die Staatsanwaltschaft hat am Montag Haftstrafen für sechs Manager des Unternehmens gefordert.

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