Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Keine Laufzeitverlängerung für Brunsbüttel

Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig ist da: Auf das Atomkraftwerk Brunsbüttel dürfen keine Strommengen aus dem 1988 stillgelegten Atommeiler in Mülheim-Kärlich übertragen werden. Thomas Breuer, Leiter des Energiebereichs bei Greenpeace, kommentiert das Urteil.

  • /

Das Oberverwaltungsgericht hat mit seinem Urteil nicht nur die Verlängerung von Brunsbüttel abgelehnt. Es hat auch den Versuchen von Vattenfall, den Atomausstieg zu kippen, eine Absage erteilt.

Der Atomreaktor in Brunsbüttel ist der störanfälligste und gefährlichste Reaktor in Deutschland. Die Atomaufsicht sollte nun den nächsten logischen Schritt gehen und den Schrottreaktor aus Sicherheitsgründen endgültig stilllegen.

Publikationen

Risiko Restlaufzeit

Wer heute von Laufzeitverlängerungen für deutsche Atomkraftwerke redet, meint vor allem vier Atommeiler: Biblis A und B, Brunsbüttel und Neckarwestheim. Die Greenpeace-Studie beleuchtet die Sicherheitsaspekte dieser vier Kraftwerke.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Fukushima-Report 2020

Die Strahlungsmessungen in der Region Fukushima aus dem Herbst 2019 zeigen: Unwetter wie der Taifun Hagibis führen zum Auftreten neuer radioaktiver Hotspots. Auch in den Gebieten, in denen im Sommer 2020 die Olympiade stattfinden soll.

Fukushima-Report: Kinder und Arbeiter

Kinder und die Dekontaminierungsarbeiter leiden besonders unter der radioaktiven Strahlung in Fukushima. Sie ist auch acht Jahre nach dem Atomunfall in Japan noch viel zu hoch.

Mehr zum Thema

Auf Nimmerwiedersehen

Das Atomkraftwerk Philippsburg macht Platz für eine moderne Umspann-Anlage. Greenpeace hat dort häufig protestiert, in der Nacht zum letzten Mal. Ein Abschied ohne Wehmut.

Katastrophe ohne Verfallsdatum

Vor 34 Jahren explodierte Block vier des Atomreaktors von Tschernobyl. Wie schwer der Super-GAU noch Jahrzehnte später wiegt, zeigen die derzeitigen Waldbrände.

Brennende Sorge

Die Brände um Tschernobyl scheinen unter Kontrolle zu sein – unter großem Einsatz der Feuerwehrleute vor Ort. Die Fast-Katastrophe zeigt: Ein GAU ist niemals abgeschlossen.