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Gute Gründe gegen Atom-Rettungsplan

Eine neue Studie könnte sich als Sargnagel für ein 7,6 Milliarden Euro schweres Rettungspaket der britischen Regierung für den in Schwierigkeiten geratenen Atomstromlieferanten British Energy (BE) erweisen. Der Rettungsversuch gilt schon als halbwegs gescheitert, seit er von EU-Vertretern als ungesetzliche Staatshilfe bezeichnet wurde und Untersuchungen begannen.

In dem Bericht werden die vorläufigen Befunde der EU bestätigt und die Vereinbarkeit der Regierungsmaßnahmen mit EU-Gesetzen in Frage gestellt. Die Studie, die von Greenpeace in Auftrag gegeben wurde, ist drei Monate vor der endgültigen Entscheidung der EU über den Fall erschienen.

Autor des Reports ist Professor Gordon MacKerron, der dem britischen Regierungskomitee für Atommüllfragen vorsitzt. Er stößt sich bei dem vertraglich geregelten Rettungspaket vor allem an der fehlenden Wirtschaftlichkeit. So musste sich BE darauf einlassen, mehr als marktüblich an das halbstaatliche Unternehmen British Nuclear Fuels Ltd. (BNFL) zu zahlen, damit dieses die ausgebrannten Brennelemente zwischenlagert. Im Gegenzuge wird sich BNFL um die Endlagerung kümmern und dafür keine Bezahlung fordern, obwohl sich dabei die Kosten mehr als verdoppeln.

Die Zuständigkeit für abgebrannte Brennelemente aus britischen Atomkraftwerken soll irgendwann auf eine geplante Behörde für die Stilllegung von Atomanlagen übergehen. MacKerron fordert die EU-Kommissionsbeamten auf zu prüfen, ob dieser Umstand nicht BNFL zu seinem Zugeständnis gebracht habe. Weitere Forderungen, die sich aus der Studie ergeben, sind das Abschalten von acht BE-Atomkraftwerken sowie der BNFL-Plutoniumfabrik in Sellafield.

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