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Greenpeacer im Visier des französischen Geheimdienstes

Drei Aktivisten von Greenpeace Frankreich werden diese Woche vom französischen Inlandsgeheimdienst DST verhört. Dabei geht es um eine Protestaktion von Greenpeace gegen einen Plutoniumtransport in Frankreich im Jahr 2003. Der Geheimdienst hat jetzt ein Untersuchungsverfahren wegen Gefährdung der Staatssicherheit und des Atomgeheimnisses eingeleitet.

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Der Staat fühlt sich bedrängt, weil die Leute immer häufiger die Undurchsichtigkeit der Kernenergie hinterfragen. Außerdem deckt Greenpeace weiterhin Transporte von Plutonium und Uranabfällen auf. Deshalb greift der Staat jetzt auf Geheimdienste zurück, um eine Atomindustrie zu schützen, die sich von der Forderung nach Transparenz heimgesucht fühlt, erklärt Pascal Husting von Greenpeace Frankreich.

Rückblick: Am 19. Februar 2003 hatten Greenpeace-Aktivisten einen Lastwagen gestoppt, der sich auf dem Weg von der so genannten Wiederaufarbeitungsanlage La Hague zu den atomaren Anlagen von Cadarache befand. Beladen war der LKW mit 150 Kilogramm hochgiftigem Plutonium - einer Menge, die für rund 20 Atombomben reicht.

Mit der Aktion wollte Greenpeace auf die geheimen, regelmäßigen Plutoniumtransporte durch ganz Frankreich aufmerksam machen. Dazu wurde die genaue Route des Transportes auch im Internet veröffentlicht. Ein Vorgehen, das inzwischen durch verschärfte Geheimhaltungsgesetze verboten wurde.

Vor zwei Wochen waren die an der Aktion beteiligten Aktivisten vor dem Gericht von Chalon-sur-Saône erschienen. Im Laufe der Sitzung kam heraus, dass der französische Geheimdienst Teile der Akten beschlagnahmt hatte. Ende vergangener Woche erhielten drei der Aktivisten dann die Vorladung. Sie werden am Dienstag und Donnerstag vom Geheimdienst zu der Aktion befragt. (Autorin: Nadine Behrens)

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