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Die IAEO stiftet keinen Frieden

Mit verschiedenen Aktionen wird Greenpeace während der kommenden drei Tage in Oslo gegen die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) und deren Direktor Mohammed El Baradei protestieren. Unter anderem wird El Baradei ein persönlicher Brief von Greenpeace International Geschäftsführer Gerd Leipold überreicht.

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Zwar verdient der persönliche Mut und der Einsatz El Baradeis gegen den Irak-Krieg Respekt. Doch die IAEO ist alles andere als eine Frieden stiftende Organisation. Denn die militärische und zivile Nutzung von Atomtechnik ist nicht trennbar, erklärt Wolfgang Lohbeck, Abrüstungsexperte von Greenpeace.

Die Mission der IAEO, die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern, ist gescheitert: Israel, Indien, Pakistan und Nordkorea haben die Unterstützung der Organisation für die Entwicklung von Atomwaffen genutzt. Darüber hinaus hat die IAEO in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, dass die weltweiten Reserven von nuklearen, waffenfähigen Materialien, wie Plutonium und angereichertem Uran, gewachsen sind.

Lohbeck kritisiert außerdem, dass El Baradei in einem Greenpeace vorliegenden Brief im Jahr 1999 für den Export militärisch nutzbarer Atomtechnik von Belgien nach Pakistan geworben hat - ein Land, das nicht Mitglied des Atomwaffensperrvertrags ist und von dem damals bereits klar war, dass es illegal die Atombombe gebaut hat. Die IAEO füttert seit Jahrzehnten den Drachen, den sie eigentlich bekämpfen soll, so Lohbeck. (Autorin: Nadine Behrens)

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