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An die IAEO: Frieden schaffen, auf AKWs verzichten

Die Welt muss wieder sicherer werden. Mit dieser Forderung hat Greenpeace am Montag in der Wiener UNO-City gegen die Atompolitik der IAEO protestiert. In Wien tagt derzeit die IAEO-Generalversammlung. Greenpeace appelliert an die Vertreter der 138 Mitgliedsstaaten, endlich die weltweite Verbreitung von atomwaffenfähigem Material zu stoppen und mit dem Iran weiter diplomatisch zu verhandeln.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA, deutsch IAEO) wurde 1957 mit dem Ziel gegründet, die sichere und friedliche Nutzung der Atomenergie zu fördern und eine militärische Nutzung zu verhindern. In den fast 50 Jahren ihres Bestehens hat sie sich weltweit für den Ausbau der zivilen Nutzung eingesetzt - und so selber zur Weiterverbreitung atomwaffenfähigen Materials beigetragen.

Denn Atomkraft ist nicht nur schmutzig, gefährlich und wirtschaftlich verrückt. Beim Betrieb von Atomkraftwerken wird immer gleichzeitig Atommaterial für die Produktion von Atomwaffen erzeugt, so Greenpeace-Atomexperte Jan Vande Putte in Wien. Selbst der gerade wiedergewählte IAEO-Direktor Mohamed ElBaradei befürchtet, dass derzeit 35 bis 40 Länder in der Lage sind, binnen weniger Monate Atomwaffen zu bauen.

Greenpeace fordert die IAEO deshalb auf, sich zukünftig nur noch als international zuständige Wachgesellschaft auf die Kontrolle und Bewachung von hochradioaktiven Materialien zu konzentrieren.

Greenpeace warnt auch vor einer Eskalation im Nahen Osten. Angesichts der bedrohlichen Situation sollte die IAEO dort eine diplomatische Initiative für eine Nuklearfreie Zone starten. Eine solche Zone muss auch die zivile Nutzung von Atomenergie verbieten, um die Entwicklung von Atombomben zu verhindern.

Außerdem sollte sich die UNO stärker für die Weiterentwicklung und Verbreitung von Erneuerbaren Energien einsetzen. Sie sind ungefährlich, friedlich und schaffen viele Arbeitsplätze. Allein die Windkraft wächst in Europa um mehr als 6.000 Megawatt jährlich. Das entspricht etwa zwei bis drei großen Atomreaktoren. Vande Putte: Wir haben die Technik für ein sauberes 21. Jahrhundert und brauchen die gefährliche Atomkraft nicht mehr.

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