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Deutsche Bank muss sich vom AKW Belene distanzieren

In Frankfurt am Main tagte am Donnerstag die Hauptversammlung der Deutschen Bank. Zum Tagesordnungspunkt künftige Investitionsprojekte sprach unter anderem der Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital. Er warnte die Deutsche Bank davor, in den Bau des AKW Belene in Nordbulgarien zu investieren.

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Bulgarische Zeitungen verkünden bereits, dass die Deutsche Bank in den Weiterbau und die Fertigstellung des AKW Belene investieren werde. Die Bauarbeiten an dem Druckwasserreaktor sowjetischer Bauart ruhen seit 1992. Bulgarische Umweltschützer hatten damals heftig gegen den Bau opponiert. Belene liegt in einem Erdbebengebiet. Jetzt soll aus Kostengründen an der Ruine weitergebaut werden.

Die Deutsche Bank hat Greenpeace in einem Schreiben vom 30.Mai mitgeteilt, dass sie sich bei geplanten Investitionen an den Leitlinien der Weltbank orientiere. Diese lehnt Investitionen in Atomkraftwerke aber aus ökonomischen Gründen ab: Es gebe günstigere Alternativen zur Energieerzeugung, die Kosten für Atommüll würden unterschätzt, die Folgen eines Unfalls seien nicht absehbar.

Smital rät der Deutschen Bank, sich öffentlich aus dem Projekt zurückzuziehen, damit diese Botschaft auch in der bulgarischen Hauptstadt Sofia ankomme. Die Aktionäre sollten sich dafür einsetzen, dass Geld in die Zukunft, in Erneuerbare Energien, investiert wird und nicht in die Vergangenheit, in sowjetische Atomkraftwerke. Sonst könnte das Motto der Bank 'Leistung aus Leidenschaft' zu 'Leistung, die Leiden schafft' mutieren.

Im Laufe der Hauptversammlung wird auch die bulgarische Umweltaktivistin Albena Simeonova zum Atomreaktor bei Belene Stellung nehmen. Die Weinbäuerin, die wegen ihres Engagements gegen das Kraftwerk schon mehrfach mit dem Tode bedroht wurde, spricht wie Heinz Smital für den Dachverband der Kritischen Aktionäre.

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