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Castor-Blockade: Verfahren eingestellt

Das Verfahren gegen die Atomkraftgegnerin Marie wegen der Blockade eines Castortransportes wird eingestellt. Das entschied das Amtsgericht Dannenberg am Donnerstag. Damit ist die Schülerin nicht vorbestraft. Die Einstellung ist an eine Auflage gebunden. Marie muss 50 Stunden in einem Dannenberger Krankenhaus arbeiten.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Schülerin wegen Nötigung und Störung öffentlicher Betriebe angeklagt. Im März 2001 hatte sich die damals 16-Jährige zusammen mit drei Aktivisten von Robin Wood im Gleisbett bei Süschendorf angekettet. Die gewaltfreie Blockade hatte den Castortransport 17 Stunden lang gestoppt. Die drei Männer wurden im Mai zu jeweils 525.- Euro Geldstrafe verurteilt.

Marie sagte im einer Prozesserklärung, sie habe sich für diese gewaltfreie, aber bewusst auffallende Art des Protests entschieden, um auf die gefährlichen Atommülltransporte aufmerksam zu machen. Sie wollte zeigen, dass ihre Generation nicht gleichgültig sei, sondern sich engagiere. Weiterhin betonte sie: Das Letzte, was ich vorhatte, war, jemandem zu schaden oder Gesetze zu brechen.

(abu)

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