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Blair: Mit Atomkraft rückwärts in die Zukunft

Wieder Ärger mit Tony Blair. Stein des öffentlichen Anstoßes: Der britische Premierminister hat sich für den Bau neuer Atomkraftwerke in Großbritannien ausgesprochen. Die Atomkraft sei mit aller Macht zurückgekehrt auf die Agenda. Stephen Tindale vom britischen Greenpeace-Büro nannte die Ankündigung den letzten Akt in einer lange währenden Farce namens Energiebericht.

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Der für Juli angekündigte Energiebericht soll Lösungen für die drohende Energiekrise in Großbritannien zeigen. Verschiedene Umweltgruppen und unabhängige Fachleute haben für den Bericht Studien vorgelegt. Sie favorisieren darin den Ausbau der Erneuerbaren Energien, um die kommende Versorgungslücke zu schließen. Damit wäre gleichzeitig dem Klimaschutz gedient, den Blair als Deckmäntelchen für seinen Vorstoß anführt.

Zehn neue AKW würden bis 2024 gerade vier Prozent an CO2-Emissionen einsparen - viel zu wenig und viel zu spät, um etwas gegen den Klimawandel zu bewirken. Die britische Versorgungslücke würde damit ebenfalls nicht geschlossen. AKW produzieren ausschließlich Strom. Sie können das Gas für Zentralheizungen und Warmwasserbereitung auf der Insel nicht ersetzen.

Atomkraft stellt eine reale Terrorismusgefahr dar, kostet Unsummen an Geld, hilft nicht gegen den Klimawandel und wird mit Sicherheit unsere Energielücke nicht schließen, so Tindale. Ein solches Risiko wieder auf die Agenda zu setzen, ist verantwortungslos und inkompetent.

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