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Tödliche Gefahr Ölpipeline

In einem Slumgebiet der südlichen Hafenstadt Warri in Nigeria ist erneut eine Ölpipeline gebrochen. Das teilte die Betreiberfirma der Pipeline, der Ölkonzern Dutch Shell, diese Woche mit. Trotz einer drohenden Explosionsgefahr füllten die Bewohner des Slumbezirks das auslaufende Öl in Eimer ab, empörte sich Shell. Wann und wie die Pipeline beschädigt wurde, konnte Shell jedoch nicht sagen.

In Nigeria kommt es immer wieder vor, dass eine Pipeline von Anwohnern beschädigt wird, um das Öl abschöpfen zu können. Dabei passieren immer wieder Unfälle. Opfer sind oft Kinder, die das Öl in Behälter füllen, um es am Straßenrand zu verkaufen. Im Dezember 1998 starben 700 Menschen, als eine Pipeline im Niger Delta explodierte. Seitdem versucht die nigerianische Regierung die Dorfbewohner aufzuklären, wie gefährlich es ist, Öl abzuzapfen.

Die Armut und die Wut der Anwohner erhalten diese Praxis jedoch am Leben. Sie machen die Regierung und die Ölindustrie für die Verschmutzung der Umwelt und Vernachlässigung des Niger-Deltas verantwortlich. Trotz der großen Erdölvorkommen ist das Nil-Delta ein armes Gebiet geblieben. (abu)

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