Greenpeace-Aktivisten drängen neuen Wirtschaftsminister Altmaier zu Kohleausstieg

„Hauen Sie rein!“

Gebäck für den Frischgebackenen: Mit einer Torte samt Kohlekraftwerk-Deko mahnten Greenpeace-Aktivisten den neuen Wirtschaftsminister Peter Altmaier, dreckige Meiler abzuschalten.

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Käse-Sahne-, Sacher- oder Schwarzwälder-Kirsch-Torte kann jeder versierte Konditor. Aber eine Kohlemeiler-Abschalttorte? Die kann nur Greenpeace: ein Sahnestück, Geschmacksrichtung Schoko, mit drei Kraftwerken aus Marzipan obendrauf und der Aufforderung „Stück für Stück raus aus der Kohle.“

Vernaschen durfte das kalorienreiche Unikat Peter Altmaier (CDU), frischgebackener Bundeswirtschafts- und Energieminister und als solcher in der Pflicht, dreckige Kohlekraftwerke endlich vom Netz zu nehmen. Denn nur so kann Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen. Wie der schrittweise Ausstieg gelingen kann, hat Greenpeace im „Sofortprogramm Kohle 2018“ dargelegt – das kohle(hydrat)reiche Backwerk sollte Altmaier dazu animieren, das Papier intensiv zu studieren und die darin beschriebenen Maßnahmen schleunigst umzusetzen.

Klimaschutzziele für 2030 nicht verpassen

„Hauen Sie rein beim Kohleausstieg!“, ermunterte Greenpeace-Sprecher Tobias Münchmeyer den neuen Minister. „Wird der überfällige Ausstieg weiter aufgeschoben, riskiert die neue Bundesregierung, auch das Klimaschutzziel für 2030 zu verpassen.“  

Denn das Ziel für 2020 haben CDU und SPD mit Unterzeichnung des Koalitionsvertrags offiziell aufgegeben. Damit Klimaschutz dennoch eine Chance hat, sind jetzt die „Ergänzungsmaßnahmen“ zur Senkung von CO2-Emissionen wichtig, die im Koalitionsvertrag festgeschrieben sind. „Nur wenn im Rahmen dieser Maßnahmen die ersten dreckigen Kohlekraftwerke in diesem Jahr gedrosselt oder geschlossen werden und eine Kommission zum Kohleausstieg zügig Ergebnisse vorlegt, gibt es wieder einen Hoffnungsschimmer für den Klimaschutz“, so Münchmeyer.

Wie genau Altmaiers Kohleausstiegs- und Klimaschutzpläne aussehen, dazu äußerte sich der Minister nicht; dafür darf er nun erst einmal an Marzipanmeilern kauen. Bleibt zu hoffen, dass er auch in Sachen Klimaschutz und Abschaltung der Kohlekraftwerke jede Menge Biss hat.

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