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Bundesweiter Aktionstag für den Kohleausstieg

Auf zur Anti-Kohle-Kette!

In mehr als 20 Städten demonstrieren am Samstag, den 11. April, Aktivisten der Umweltverbände Greenpeace und Campact. Sie rufen zur Teilnahme an der Anti-Kohle-Kette auf. 

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Am 25. April werden Tausende Umweltschützer Hand in Hand gegen die Umweltschäden der Kohlenutzung protestieren: Am Braunkohletagebau Garzweiler bei Köln bilden sie eine kilometerlange Anti-Kohle-Kette. Dass die Menschenkette ein Erfolg wird, dafür soll die bundesweite Mobilisierungsaktion an diesem Samstag sorgen. Umweltorganisationen wie BUND, Campact, Nabu, Klima-Allianz und Greenpeace rufen die Menschen zum Mitmachen bei der Anti-Kohle-Kette auf. Damit fordern sie die Regierung auf, sich nicht dem Druck der Kohlelobby zu beugen und den Kohleausstieg voranzutreiben.

Deutschland muss den Ausstieg schaffen

„Kohle ist giftig – für das Klima und für den Menschen“, sagt Susanne Neubronner, Greenpeace-Expertin für Energie. „Es darf nicht sein, dass im Mutterland der Energiewende noch immer dreckige Uralt-Meiler tonnenweise CO2 und giftige Schwermetalle in die Luft blasen dürfen.“

Alleine die deutschen Braunkohlekraftwerke sind für die Hälfte des Quecksilberausstoßes in Deutschland verantwortlich. Das giftige Metall gefährdet insbesondere die geistige und körperliche Entwicklung von Föten und Kleinkindern. Auch deshalb müssen Kanzlerin Merkel und Wirtschaftsminister Gabriel die Energiewende mit einem Kohleausstieg flankieren und so die deutschen Klimaziele einhalten. 

Mitmachen und etwas bewirken

„Stoppt die Kohlebagger und Klimakiller!“, lautet der Aufruf auf den Bannern. Die Protestaktion an diesem Samstag findet in mehr als 20 Städten in Deutschland statt, unter anderem in Köln, Berlin und Dortmund. (Eine vollständige Liste der Aktionen findet sich hier: www.anti-kohle-kette.de) „Immer mehr Menschen begreifen, dass Klimaschutz den Kohleausstieg braucht“, so sagt Chris Methmann von Campact. „Dafür wird die Anti-Kohle-Kette ein starkes Zeichen setzen.“ Die Protestaktion soll auf die Menschenkette aufmerksam machen und möglichst viele zur Teilnahme mobilisieren. Damit die Aktion am 25. April gelingt, werden schon einmal Probe-Menschenketten gebildet; Filme informieren über die Folgen der Braunkohle-Tagebaue.

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