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Verseuchtes Grundwasser bedroht das Meer

Auch zwei Jahre nach dem Reaktorunfall in Fukushima hat der Akw-Betreiber Tepco die Situation nicht im Griff. Unter dem Atomkraftwerk steigt das radioaktiv verseuchte Grundwasser kontinuierlich und droht ins Meer zu fließen. Die Notfall-Situation in Japan fällt zeitlich zusammen mit dem Atomausstieg in Deutschland, der sich zum zweiten Mal jährt. Am 6. August 2011 trat eine Änderung des Atomgesetzes in Kraft, welche das Aus der Kernkraft juristisch besiegelte.

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Am japanischen Atomkraftwerk Fukushima droht radioaktiv verseuchtes Grundwasser in den Pazifik zu laufen. "Im Moment liegt eine Notfall-Situation vor", sagte Shinji Kinjo von der Atomaufsichtsbehörde am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Derzeit steigt der Wasserspiegel am havarierten Reaktor gefährlich Richtung Oberfläche. Anschließend könne das kontaminierte Grundwasser sehr schnell herausfließen, so Kinjo.

"Die aktuellen Ereignisse in Fukushima zeigen wie wichtig der Atomausstieg in Deutschland ist. Nach der unfassbaren Reaktorkatastrophe in 2011, kämpfen die Japaner zwei Jahre später immer noch mit den Folgen. Und man muss kein Hellseher sein, um sagen zu können: Das Leid der Menschen wird noch Jahrzehnte andauern", sagt Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital.

Ein Sprecher des AKW-Betreibers Tepco gab an, dass das Unternehmen mit verschiedenen Gegenmaßnahmen versuche, ein Auslaufen des verseuchten Wassers zu verhindern.

Schon am vergangenen Wochenende hatte die Zeitung "Asahi" berichtet, das Wasser könne innerhalb der nächsten Wochen die Oberfläche erreichen. Tepco versucht krampfhaft durch Abpumpen, den Abfluss in den Pazifik zu verhindern. Allerdings steht kaum noch Speicherkapazität für das Wasser zur Verfügung. Die Behälter, die 380.000 Tonnen Wasser aufnehmen können,  seien zu 85 Prozent voll.

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