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Fukushima: Stromausfall legt Kühlsysteme lahm

Ein Stromausfall in einer Schaltanlage hat vermutlich zum Ausfall mehrerer Systeme in den havarierten Atomreaktoren von Fukushima geführt. Betroffen sind vor allem die Lagerbecken für Brennelemente der Reaktoren 1, 3 und 4. Für Reaktor 1 soll die Kühlung laut TEPCO wieder funktionieren.

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Besonders kritisch ist die Situation um das Lagerbecken des Reaktors 4. Dort sind mehr und heißere Brennelemente gelagert, die bei Ausfall der Kühlung das Wasser erhitzen. Wenn eine kritische Temperatur von 65 Grad überschritten wird, nimmt die Verdunstung des Wassers deutlich zu. Nach TEPCO soll das frühestens in vier Tagen sein. Während bei 40 Grad Celsius etwa zwei Tonnen Wasser pro Tag verdunsten, sind es bei 65 Grad schon mehr als zehn Tonnen und bei 87 Grad etwa 90 Tonnen.
 
Gelingt es nicht, Wasser nachzufüllen, sinkt der Wasserspiegel in den Lagerbecken. Sollte es dazu kommen, dass Teile von Brennelementen frei liegen, erhitzten sie sich noch schneller. Durch die starken Temperaturspannungen wären Schäden an den Brennelementen möglich. Diese könnten zu Freisetzungen von Radioaktivität führen, die die Maßnahmen vor Ort weiter erschweren könnten.

Besonders kritisch wird die Situation, wenn Teile der Brennelemente sich über 800 Grad Celsius erhitzen. Dann könnte ein sogenanntes Zircon-Feuer ausbrechen. Dieses würde Wasserstoff erzeugen und sehr viel Energie freisetzen. Es wäre dann unvermeidlich, dass große Mengen Radioaktivität freigesetzt werden.

Derzeit wird nicht davon ausgegangen, dass dieser Zustand eintritt. Dennoch zeigt es, wie instabil und gefährlich die Atomanlage in Fukushima nach wie vor ist. Auch zwei Jahre nach dem Unfall halten improvisierte Kühlkreisläufe und Stromversorgungen die Gefahr notdürftig von der Bevölkerung ab. Zudem sind viele weitere Probleme - wie beispielsweise riesige Mengen kontaminiertes Wasser - noch zu lösen.

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