Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

World Trade Center-Schutt verseucht

Ein Jahr nach dem Attentat auf das World Trade Center in New York stellen die Überreste der beiden Türme immer noch eine Gefahr dar. Umweltschützer und Wissenschaftler gehen davon aus, dass Schutt und Schrott mit Asbest, PVC, Blei, Quecksilber und anderen giftigen Stoffen, unter anderem aus Computern und Inneneinrichtung, verseucht sind.

70.000 Tonnen schrottreifen Stahls sind mittlerweile per Schiff nach Indien transportiert worden, um dort recycelt zu werden. Indien ist nach Meinung von Kritikern längst zur Deponie der Industrieländer geworden. Land und Menschen werden sowohl durch den Giftmüll selber als auch durch gefährliche Recycling-Methoden zunehmend vergiftet. Frauen, Männer und Kinder aus den Slums verarbeiten den Sondermüll - ungeschützt und ohne Kenntnis der Risiken.

Die potenzielle Gefahr, die vom Schutt des World Trade Centers ausgehen könnte, wurde von der amerikanischen Umweltschutzbehörde (EPA) lange heruntergespielt. Auf Druck von Politikern und Wissenschaftlern soll aber jetzt jedes Gebäude in Lower Manhattan entseucht werden. Im Staub der Wohnungen, Büros und Schulen werden dort auch heute noch überraschend hohe Asbest-, Blei- und Quecksilberwerte gemessen.

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Schleichendes Gift

Wenn Verbote zu spät kommen: Große Teile der weltweiten Orca-Bestände stehen vor dem Aussterben. Schuld ist ein Schadstoff, der seit fast 15 Jahren auf der Schwarzen Liste steht.

Zu viel, zu schnell

Der Modekonzern H&M sitzt auf Ladenhütern im Milliardenwert und weiß nicht wohin damit. Die Entsorgung erfolgt oft auf fragwürdigem Weg, berichten ZDF und Wirtschaftswoche.

Gutes Leben, selbstgemacht

Deutschlandweit zeigten Greenpeace-Aktivisten am Wochenende, wie verantwortungsvoller Konsum geht. Und dass das nichts mit Verzicht zu tun haben muss.