Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

World Trade Center-Schutt verseucht

Ein Jahr nach dem Attentat auf das World Trade Center in New York stellen die Überreste der beiden Türme immer noch eine Gefahr dar. Umweltschützer und Wissenschaftler gehen davon aus, dass Schutt und Schrott mit Asbest, PVC, Blei, Quecksilber und anderen giftigen Stoffen, unter anderem aus Computern und Inneneinrichtung, verseucht sind.

70.000 Tonnen schrottreifen Stahls sind mittlerweile per Schiff nach Indien transportiert worden, um dort recycelt zu werden. Indien ist nach Meinung von Kritikern längst zur Deponie der Industrieländer geworden. Land und Menschen werden sowohl durch den Giftmüll selber als auch durch gefährliche Recycling-Methoden zunehmend vergiftet. Frauen, Männer und Kinder aus den Slums verarbeiten den Sondermüll - ungeschützt und ohne Kenntnis der Risiken.

Die potenzielle Gefahr, die vom Schutt des World Trade Centers ausgehen könnte, wurde von der amerikanischen Umweltschutzbehörde (EPA) lange heruntergespielt. Auf Druck von Politikern und Wissenschaftlern soll aber jetzt jedes Gebäude in Lower Manhattan entseucht werden. Im Staub der Wohnungen, Büros und Schulen werden dort auch heute noch überraschend hohe Asbest-, Blei- und Quecksilberwerte gemessen.

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

The smart supermarket

Wie könnte er aussehen, der Supermarkt der Zukunft? Welche Möglichkeiten gibt es, die Unmengen an Plastik zu vermeiden, in denen waren heute eingepackt sind?

Mehr zum Thema

Stiller Skandal

Erneut ist eine Entscheidung über das Lieferkettengesetz vertagt worden. In Berlin protestierten Greenpeace-Aktive deswegen für Umweltschutz und Menschenrechte.

Unter Beobachtung

Das TV-Magazin "Panorama" deckt die weitreichende Überwachung von Amazon-Beschäftigten auf – und stützt sich dabei auch auf Greenpeace-Recherchen.

Sicher verpackt

Die Industrie schürt Zweifel, ob Mehrweg-Verpackungen in der Coronakrise ein Gesundheitsrisiko darstellen. Tatsächlich gibt es zu dieser Besorgnis keinen Anlass, sagen Experten.