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WHO-Konferenz: Keine Zukunft für Kinder

Zukunft für unsere Kinder, so lautet das Motto der vierten Ministerkonferenz über Umwelt und Gesundheit der Weltgesundheitskonferenz in Budapest. Am Freitag endet die dreitägige Konferenz, auf der auch Greenpeace vor dem versammelten Ministerplenum sprach. Greenpeace warnte dabei vor einer Abschwächung der geplanten Chemikaliengesetzgebung (REACH) in der EU.

Zusätzlich brachten Greenpeace-Aktivisten und Aktivistinnen den Ministern aus 52 Ländern ein sechs Meter großes schreiendes Baby auf einem Schornstein mit. In Kinderwagen hatten sie Gasmasken tragende Babies dabei, um auf die Gefahren von Chemikalien aufmerksam zu machen. Greenpeace fordert von den Ministern eine strengere Chemie-Politik für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen in Europa.

Auf der Konferenz wurden zwei Vereinbarungen beschlossen: die Deklaration der Minister und der Europäische Umwelt- und Gesundheitsplan für Europa (CEHAPE). Die Ministerdeklaration erkennt das mangelnde Wissen über die Gefährlichkeit mancher Chemikalien im REACH-Vorschlag zwar an, akzeptiert aber das Substitutions-Prinzip nicht. Dieses Vorsorgeprinzip verlangt, dass alle schädlichen Chemikalien durch weniger schädliche ersetzt werden müssen - wenn ein entsprechender Ersatz vorhanden ist.

Greenpeace bezweifelt, dass die nun beschlossenen Deklarationen die Gesundheit von Europas Kindern verbessern und langfristig sichern werden. Die beiden Dokumente werden nicht bindend sein, kritisiert der österreichische Greenpeace-Sprecher Martin Hojsik. Es sind politisch zahnlose Papiere, die keine Kraft haben, die Verseuchung von Kindern und Umwelt aufzuhalten.

Hojsik weiter: Beide Papiere enthalten nur gut gemeinte Absichtserklärungen. Leider wurde es versäumt, das Vorsorgeprinzip zu verwirklichen, um die gefährlichsten Chemikalien vom Markt zu entfernen.

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