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VW blendet Kunden mit Chrom statt Filtern

Das Aktionsbündnis Kein Diesel ohne Filter hat in Berlin das weltweit kleinste Diesel-Serienauto, den Smart, mit Dieselrußfilter vorgestellt. Der Rußfilter kostet etwas über 200 Euro, so viel wie ein elektrisch beheizbarer Außenspiegel beim Smart. Damit will die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) beweisen, dass sich Rußfilter problemlos und kostengünstig auch in Kleinwagen wie VW Polo und Smart einbauen lassen.

VW dagegen setzt auf mehr Glanz im Auto. So sollen unter anderem der Handbrems- und Schaltknauf sowie das Handschuhfach im Golf serienmäßig mehr verchromt werden. Ein Rußfilter soll erst Ende des Jahres und dann auch nur gegen Aufpreis erhältlich sein. VW-Chef Pischetrieder will außerdem für Diesel-PKW mit kleinem Hubraum (unter 1,2 Liter) einen deutlich höheren Partikelgrenzwert, zwischen 8,5 und 10 Milligramm pro Kilometer (mg/km). Der von Umweltminister Jürgen Trittin geforderte Grenzwert ist mit 2,5 mg/km wesentlich niedriger.

Wie viele Menschen müssen noch sterben oder krank werden, nur weil Herr Pischetsrieder die Dieselrußfilter-Technik verschlafen hat, fragt Günter Hubmann von Greenpeace. Herr Schröder muss jetzt für die Gesundheit der Menschen die Einführung strenger Partikelgrenzwerte von 2,5 mg/km befürworten und die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. Außerdem fordert das Aktionsbündnis eine steuerliche Förderung des Rußfilters ab 1. Januar 2005.

Die aktuelle Liste der PKWs mit serienmäßigem Dieselruß-Partikelfilter gibt es auf der Seite der Deutschen Umwelthilfe.

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