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Verwirrung um Flugzeugträger Clemenceau

Greenpeace verhinderte am Freitag den illegalen Export des französischen Flugzeugträgers Clemençeau in die Türkei. Das schrottreife Kriegsschiff war von der französischen Regierung 1997 außer Dienst gestellt und zum Abwracken verkauft worden. Eigentlich sollte es von Toulon nach Nordspanien geschleppt werden. Der Schlepper nahm aber Kurs auf Aliaga, einem Schiffsschrottplatz an der türkischen Küste.

Nach einem Hinweis von Greenpeace reagierte die türkische Regierung schnell: Sie verbot dem französischen Kriegsschiff die Einfahrt in türkische Gewässer, bevor dieses nicht vollständig dekontaminiert sei. Die französische Marine stoppte daraufhin den Flugzeugträger vor der Küste von Sizilien.

In Aliaga wird auf Umweltschutz und Sicherheit der Arbeiter sonst nicht viel Wert gelegt. Die meisten Schrottschiffe treffen ein, ohne dass sie vorher von Giftstoffen wie Asbest oder Ölresten gereinigt wurden. Von den weltweit 600 Schiffen, die jährlich verschrottet werden, landen etwa 100 in der Türkei. Die Hälfte davon stammt von europäischen Reedereien, die auf diese Weise Kosten sparen.

Greenpeace hatte bereits mehrfach die Behörden aufgefordert, die Bedingungen in Aliage zu verbessern und gegen den illegalen Import von Giftmüll - in Form von Schrottschiffen - protestiert. Greenpeace ist nicht gegen die Verschrottung von Schiffen an sich, sagt Erdem Vardar von Greenpeace in Istanbul. Aber es muss sichergestellt sein, dass der Export der Schiffe nicht missbraucht wird, um Giftmüll loszuwerden.

Der spanischen Firma, die das Schiff ursprünglich verschrotten sollte, wurde inzwischen wegen Vertragsverletzung der Auftrag entzogen. Jetzt soll die Clemençeau in Griechenland abgewrackt werden. (hol)

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