Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Schädliche Chemikalien in Baby-Shampoo

Das Baby Kamille-Shampoo von Penaten enthält die Chemikalie Quaternium 15, die Erbgut schädigendes Formaldehyd abspaltet. Das hat Greenpeace Österreich am Freitag aufgedeckt - schon das dritte gesundheitsschädliche Pflegeprodukt für Babies in nur drei Monaten.

Formaldehyd reizt Haut und Augen und kann Allergien auslösen. In dem Baby-Shampoo ist Formaldehyd kombiniert mit so genannten PEGs und PPGs, die die Baby-Haut durchlässiger machen. Bei kleinen Kindern ist das noch gefährlicher als bei Erwachsenen. Weitere Inhaltsstoffe in diesem Shampoo können ebenfalls Allergien auslösen und krebserregende Nitrosamine bilden.

Gesundheitsministerin Rauch-Kallat muss dringend handeln und unsere Kinder vor gefährlicher Chemie schützen, fordert Nina Thüllen, Konsumenten-Sprecherin bei Greenpeace Österreich, und beklagt: Anstatt entschlossen zu handeln, setzt die Ministerin die Sicherheit unserer Babies aufs Spiel.

Am Montag, den 22. Dezember 2003, tagt der EU-Umweltministerrat zur Reform der Chemikalienpolitik. Greenpeace fordert eine weitreichende Reform: Chemikalien mit gefährlichen Auswirkungen müssen durch ungefährliche ersetzt werden. (mod)

Hier finden Sie alle Inhaltsstoffe des untersuchten Shampoos mitsamt Eigenschaften.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Wegwerfware Retouren

Die Deutschen bestellen immer mehr im Netz – und schicken immer häufiger Pakete zurück. Kaum jemand weiß allerdings, dass ein großer Teil der Retouren nicht wieder verkauft wird, sondern im Müll landet. Nur Einer von Zehn ist sich dieser Verschwendung bewusst, zeigt die Greenpeace-Umfrage zum Online-Kaufverhalten 2018.

Mehr zum Thema

Weg mit dem Müll

Was tun mit seinem Müll, wenn man ihn nicht selbst entsorgen will? Recherchen zeigen: Reiche Länder exportieren Hunderttausende Tonnen nach Malaysia ­– zum Schaden des Landes.

Mach was!

Während der Handel mit Rabattschlachten zum Massenkonsum ruft, trafen sich am Wochenende Kreative und Künstler, die auf Reparieren, Selbermachen, Tauschen setzen statt auf Kaufen.

Pakete bis zum Mond

2017 wurde so viel online bestellt, dass die Pakete fast bis zum Mond und zurück reichen würden. Was die Verbraucher nicht wissen: Große Teile der Retouren landen im Müll.