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Rußpartikel: Krebs und Erbgutveränderungen

Mikroskopisch kleine Rußpartikel können nicht nur zu schweren Krankheiten wie Krebs führen. Forscher der McMaster University in Ontario, Kanada, haben festgestellt, dass die feinen Teilchen auch für Erbgutveränderungen verantwortlich sind. Sie werden mit den Abgasen aus Dieselmotoren oder Stahlwerken in die Luft geblasen.

In der Zeitschrift Science schrieben die Wissenschaftler, dass weitere Untersuchungen nötig seien, um das Gefahrenpotenzial der Rußpartikel für das Erbgut genauer zu erforschen. Die Studie bestätige aber die Effektivität von Rußfiltern.

Greenpeace-Experte Günter Hubmann zeigte sich nicht überrascht von diesem Ergebnis. Emissionen haben oft schädlichere Auswirkungen als wir wahrnehmen, sagte er. Ganz zu schweigen vom Zusammenwirken aller Schadstoffe auf Organismen. Deshalb ist es so wichtig, nach dem Vorsorgeprinzip zu handeln - mit Rücksicht auf die Menschen und nicht auf Industrieinteressen.

Greenpeace setzt sich seit Jahren für den serienmäßigen Einbau von Rußfiltern in Diesel-PKW ein, stößt dabei aber auf den erbitterten Widerstand der deutschen Automobilindustrie. DaimlerChrysler hat zwar mittlerweile beschlossen, größere PKW in Zukunft mit Filtern auszustatten. Wer aber einen kleineren Wagen des Unternehmens kaufen und trotzdem umweltfreundlich - mit Rußfilter - fahren möchte, soll kräftig draufzahlen.

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