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Rückkehr des DDT

Die Weltgesundheitsorganisation der UN (WHO) hat sich für den begrenzten Einsatz des umstrittenen Pestizids DDT im Kampf gegen die Malariamücken ausgesprochen. WHO-Wissenschaftler behaupten, durch das gezielte Besprühen von Innenwänden und Dächern würde kein Schaden für Menschen und Umwelt verursacht. Doch DDT ist hochgiftig.

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Dichlor-Diphenyl-Trichlorethan (DDT) zählt zu dem so genannten schmutzigen Dutzend. So werden die zwölf schlimmsten schwerabbaubaren organischen Giftstoffe genannt, die laut eines internationalen Abkommens, der Stockholm Konvention, weltweit aus dem Verkehr gezogen werden sollen.

Für einige wenige Gebiete in Afrika gab es bislang Sondergenehmigungen für den Einsatz des Pestizids DDT. Nun fordert die WHO den weitreichenden Einsatz des Mittels in Afrika und Asien. Die Hoffnung ist damit die Malaria zu besiegen. Mit diesem Schritt hat sich die WHO von ihrer bisherigen Politik verabschiedet, den Einsatz von DDT auf Dauer weltweit zu beenden.

Die WHO will mit ihrem DDT-Einsatz gegen Malariamücken offenbar den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, kritisiert der Greenpeace-Pestizidexperte Manfred Krautter. DDT löst beim Menschen schwere chronische Gesundheitsschäden aus und hat zum Verschwinden ganzer Tierpopulationen geführt.

DDT steht im Verdacht, Krebs auslösend zu sein. Außerdem beeinträchtigt es die Fruchtbarkeit und die Kindesentwicklung im Mutterleib. Aufgrund seiner Langlebigkeit reichert es sich in der Umwelt an. Dabei gelangt es in die entlegensten Orte der Welt. Obwohl dort niemals eingesetzt, findet es sich zum Beispiel in den Polarregionen. DDT reichert sich im Fettgewebe von Fischen, Walen oder Seehunden an. Sie sind stark durch DDT belastet. In neueren Untersuchungen wurde DDT selbst in der Muttermilch europäischer Frauen gefunden.

Lang anhaltende Hilfe gegen die Mücken ist durch den Einsatz von DDT nicht zu erwarten. Die Insekten können gegen das Gift schnell resistent werden. So ist sicher niemandem geholfen. Viel wichtiger wäre es, endlich ernsthaft in die Entwicklung eines Malariaimpfstoffes zu investieren, fordert Krautter.

Kurzfristig können alternative Mückenbekämpfungsmethoden wie Moskitonetze oder das Aussetzen von larvenfressenden Fischen in den Tümpeln herangezogen werden, schlägt Krautter vor. Zur Not könnten die Mücken mit modernen Pestiziden bekämpft werden, die weniger giftig sind und sich nicht in Mensch und Umwelt anreichern. Auf diesem Weg ist das Ziel besser zu erreichen.

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