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Rechtswidrige Praktiken der LKW-Hersteller?

Viele LKW auf deutschen Straßen stoßen um ein Drittel mehr Stickoxide aus als erlaubt. Die Luftverschmutzung steige dadurch real um 140.000 Tonnen an, wie das Magazin Monitor am Mittwoch berichtete. Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat nachdrücklich die Aufklärung dieses Sachverhalts gefordert.

Eine noch unveröffentlichte Studie des Umweltbundesamtes habe gezeigt, so Monitor, dass die Hersteller die Motorelektronik ihrer LKW bewusst manipuliert hätten. Eine saubere Verbrennung gebe es nur in den Drehzahlbereichen, die im gesetzlich vorgeschriebenen Testzyklus überprüft werden. In allen anderen Drehzahlbereichen aber steige der Schadstoffausstoß deutlich an. Das bedeute, dass im Alltagsbetrieb auf Kosten der Umwelt Kraftstoff gespart werde.

Die Werte, die dem Testzyklus zugrunde liegen, sind mit der Auto-Industrie abgestimmt und gelten mittlerweile EU-weit. Der Skandal besteht darin, dass die Elektronik der LKW beim Fahren auf den Prüfstand offenbar die Testsituation erkennt und automatisch auf eine umweltfreundlichere und den Vorschriften entsprechende Verbrennung umschaltet. Auf der Straße dagegen schaltet der Bordcomputer wieder auf den umweltschädlicheren Normalbetrieb um.

Das Umweltbundesamt vermutet, dass sich die Automobilindustrie damit den harten Bedingungen auf dem Speditionsmarkt anpasse, wo schon eine geringe Kraftstoffersparnis zu beträchtlichen wirtschaftlichen Vorteilen führen kann. Die vier führenden LKW-Hersteller DaimlerChrysler, MAN, SCANIA und IVECO ebenso wie der Verband der Automobilindustrie sollen die Vorwürfe zurückgewiesen haben

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