Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

REACH: Wichtige Hürde genommen

Der Umweltausschuss des Europaparlaments hat sich am Dienstag gegen eine Lockerung der Vorschriften in der zukünftigen EU-Chemikalienverordnung REACH ausgesprochen. Damit widersetzte sich der Ausschuss dem Druck der Chemieindustrie.

Die Abgeordnten haben entschieden, dass unakzeptable Chemikalien beim Vorhandensein von Alternativen künftig ersetzt werden. Alle Stoffe ab einer jährlichen Produktionsmenge von zehn Tonnen müssen geprüft werden. Das bedeutet aber, dass für rund 20.000 der Chemikalien zwischen ein und zehn Tonnen Jahresproduktion weiterhin keine ausreichenden Sicherheitsdaten geliefert werden müssen.

Die Abstimmung des Umweltausschusses ist ein Schritt in die richtige Richtung. Im November muss das Europäische Parlament mit seiner ersten Lesung im Plenum REACH weiter stärken. Ohne eine solide Informationsbasis über alle Stoffe können gefährliche Chemikalien nicht identifiziert und ersetzt werden, erklärt Ulrike Kallee, Chemie-Expertin von Greenpeace. Ende November wird über die Verordnung in Brüssel entschieden. (Autorin: Nadine Behrens)

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Wegwerfware Retouren

Die Deutschen bestellen immer mehr im Netz – und schicken immer häufiger Pakete zurück. Kaum jemand weiß allerdings, dass ein großer Teil der Retouren nicht wieder verkauft wird, sondern im Müll landet. Nur Einer von Zehn ist sich dieser Verschwendung bewusst, zeigt die Greenpeace-Umfrage zum Online-Kaufverhalten 2018.

Mehr zum Thema

Abfall auf Abwegen

Die EU soll regeln, dass Elektroschrott innerhalb ihrer Grenzen fachgerecht entsorgt wird. Die Praxis sieht anders aus, zeigt eine Studie – mit Folgen für die ärmsten Länder.

Kampf den Kaputtmachern

Neuware, die im Schredder landet? Das finden mehr als 145.000 Unterstützer einer Greenpeace-Petition nicht okay. Ihre Unterschriften wurden heute dem Umweltministerium übergeben.

Weg mit dem Müll

Was tun mit seinem Müll, wenn man ihn nicht selbst entsorgen will? Recherchen zeigen: Reiche Länder exportieren Hunderttausende Tonnen nach Malaysia ­– zum Schaden des Landes.