Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

REACH: Wichtige Hürde genommen

Der Umweltausschuss des Europaparlaments hat sich am Dienstag gegen eine Lockerung der Vorschriften in der zukünftigen EU-Chemikalienverordnung REACH ausgesprochen. Damit widersetzte sich der Ausschuss dem Druck der Chemieindustrie.

Die Abgeordnten haben entschieden, dass unakzeptable Chemikalien beim Vorhandensein von Alternativen künftig ersetzt werden. Alle Stoffe ab einer jährlichen Produktionsmenge von zehn Tonnen müssen geprüft werden. Das bedeutet aber, dass für rund 20.000 der Chemikalien zwischen ein und zehn Tonnen Jahresproduktion weiterhin keine ausreichenden Sicherheitsdaten geliefert werden müssen.

Die Abstimmung des Umweltausschusses ist ein Schritt in die richtige Richtung. Im November muss das Europäische Parlament mit seiner ersten Lesung im Plenum REACH weiter stärken. Ohne eine solide Informationsbasis über alle Stoffe können gefährliche Chemikalien nicht identifiziert und ersetzt werden, erklärt Ulrike Kallee, Chemie-Expertin von Greenpeace. Ende November wird über die Verordnung in Brüssel entschieden. (Autorin: Nadine Behrens)

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

The smart supermarket

Wie könnte er aussehen, der Supermarkt der Zukunft? Welche Möglichkeiten gibt es, die Unmengen an Plastik zu vermeiden, in denen waren heute eingepackt sind?

Mehr zum Thema

Auffüllen statt zumüllen

Wie finden wir den Weg aus der Plastikkrise? Unter anderem mit einer Karte: Am Refill Day zeigen Greenpeace-Aktive, wie Sie ohne Verpackungsmüll einkaufen.

Wachs im Wattenmeer?

Bei den Klumpen, die derzeit die Küste verschmutzen, handelt es sich vermutlich um Paraffine aus Tankwaschungen und Containerverlusten. Eine legale Praxis, die beendet werden muss.

Ab in den Müll

Greenpeace belegt: Amazon verstößt gegen das Ressourcenschutzgesetz. Die Verpflichtung für Versandhändler, überschüssige Lagerbestände nicht länger zu vernichten, läuft ins Leere.