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Protest gegen russischen Staatsschutz

Mehr als 100 russische Umweltschutz- und Menschenrechtsorganisationen haben den Staatssicherheitsdienst ihres Landes in einer gemeinsamen Erklärung der Schikane angeklagt. Ziel der Staatsorgane sei es, die Umweltbewegung zu zerstören. Der Leiter des russischen Greenpeace-Büros sprach von einem Versuch, unbequeme Umweltschützer zum Schweigen zu bringen.

Mit der Erklärung protestierten die Nicht-Regierungsorganisationen gegen eine Razzia des Staatssicherheitsdienstes bei der Umweltschutzgrupe Baikal Environmental Wave am Freitag letzter Woche. Angeblich wegen Weitergabe geheimer Daten wurden Dokumentationsmaterial und Computer-Hardware sowie eine Liste mit den Namen ausländischer freiwilliger Helfer beschlagnahmt.

Übergriffe gegen Umweltschützer sind in Russland keine Seltenheit mehr, besonders seit Wladimir Putin das Präsidentenamt übernommen hat. So wurde im September 2002 der frühere Militärreporter und spätere Umweltschützer Grigorij Pasko trotz internationaler Proteste in ein Arbeitslager transportiert, nachdem er jahrelang für sein Recht auf Meinungsfreiheit gekämpft hatte. (sit)

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