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Penaten, Blend-a-med und Mentadent - raus!

Greenpeace-Aktivisten haben am Mittwoch in einer Linzer Filiale der österreichischen Drogeriekette Bipa aufgeräumt: Sie holten sämtliche Kosmetika aus den Regalen, die die Chemikalien MDGN und Triclosan enthalten. Auf einem Transparent forderten sie Risiko-Chemie raus aus den Regalen!. Mit Erfolg: Die Geschäftsleitung erklärte, dass die MDGN-belastete Penaten Babycreme für Gesicht und Körper sofort ausgelistet werde. Die Triclosan-haltigen Zahnpastasorten Blend-a-med complete plus und Mentadent 3-fach Schutz plus würden überprüft.

Die Drogeriekette Bipa gehört zum Billa-Konzern, der Greenpeace vor einigen Tagen in einem Brief angekündigt hatte, die beanstandeten Kosmetika weiter zu verkaufen. Dass Billa weiter Babyprodukte verkauft, von denen ein Gesundheitsrisiko ausgeht, ist ein Skandal, hatte sich daher Herwig Schuster, Chemieexperte bei Greenpeace, empört.

Selbst gering konzentriert gilt das Konservierungsmittel MDGN als Allergie auslösend. Triclosan wird in der Medizin gegen Tuberkulose eingesetzt. Durch den Einsatz in Kosmetika können sich gefährliche Resistenzen entwickeln, die das Mittel unwirksam machen. Das Wissenschaftliche Komitee für Kosmetika (SCCNFP) hat der EU-Kommission bereits im Frühjahr 2002 empfohlen, die Chemikalien nur noch begrenzt zuzulassen; ab dem Herbst 2005 dürfen sie in nicht-abzuwaschenden Kosmetika gar nicht mehr verwendet werden.

Billa wollte die Übergangszeit offensichtlich voll ausnutzen. Umso erfreulicher die Einsicht. Doch auch Hersteller wie Johnson & Johnson, Procter & Gamble oder Unilever/Lever Fabergé ignorieren das Problem. Greenpeace fordert deshalb, die gesundheitsgefährdenden Chemikalien MDGN und Triclosan schon jetzt zu verbieten, statt noch bis 2005 zu warten. (mod)

Eine Liste mit belasteten und sauberen Produkten können Sie auf den Seiten von Greenpeace Österreich anfordern.

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