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Öl-Leck in Israel

Schwerer Öl-Unfall in Israel: Bei Wartungsarbeiten brach vergangene Woche eine Pipeline -  fünf Millionen Liter Öl flossen aus. 

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Das Unglück geschah in der Nähe des Naturschutzgebietes Evrona im Süden Israels. Bis die Betreiberfirma die Sicherheitsventile schließen konnte,  traten schätzungsweise fünf Millionen Liter Öl durch das Leck aus und verbreiteten sich weiträumig.

Nun geben ungünstige Wetterprognosen Anlass zur Sorge: Angekündigte Regenfälle könnten das ausgetretene Öl bis ins Rote Meer schwemmen; dort würde es die berühmten Korallenriffe im Golf von Akaba bedrohen. Ein Wettlauf gegen die Zeit für die Bergungsmannschaften.

Menschen und Tiere betroffen

Die finden auch immer wieder Tiere mit ölverklebtem Fell oder Gefieder; anderen Tieren wird durch die Kontamination der Pflanzen die Nahrungsgrundlage entzogen. Und auch die Bewohner der Region sind betroffen: Nach dem Unfall wurden mehrere Menschen, die nahe der Unglücksstelle leben, mit Atembeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert.

Bislang konnten 16 000 Tonnen verseuchter Erde entfernt werden, doch es wird noch Monate dauern bis das Gebiet vollständig saniert ist. Mitarbeiter von Greenpeace Israel sind vor Ort, um die Situation zu bewerten und die Bergungsmannschaften zu unterstützen.

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