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Novartis-Chemie aus dem Wasserhahn

Chemiemülldeponien in einer Trinkwasserzone - das klingt nicht nur ungesund sondern ist es auch. Ein Beispiel dafür findet sich im schweizerischen Basel. Greenpeace-Aktivisten haben dort am Freitagmorgen aus Protest gegen ungesicherte Altdeponien drei Brunnen symbolisch mit - natürlich leeren - Chemiefässern bestückt.

Die gelben Novartis-Fässer trugen Totenköpfe als Gefahrenzeichen und die Aufschrift Chemiemüll von NOVARTIS bedroht Basler Trinkwasser. Der Pharmakonzern Novartis unterhält in der Region Basel mehrere Chemiemülldeponien, darunter die Deponie Feldrebengrube bei Muttenz. Aus der alten Lagerstätte laufen nachweislich Krebs erregende Chemikalien wie Tetrachlorethan und Perchlorethan aus. Die geltenden Grenzwerte werden überschritten.

Greenpeace fordert Novartis-Chef Daniel Vasella und die weiteren Verantwortlichen der Basler Chemie dringend auf, endlich die Räumung der Chemiemülldeponien in der Region einzuleiten. Andrea Spiess von der Greenpeace-Regionalgruppe Basel: Wir protestieren gegen die Bedrohung unseres Trinkwassers und fordern von Novartis die umgehende Räumung der Chemiemülldeponien Feldrebengrube, Margelacker und Rothausstrasse. (sit)

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