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Neue Label für Levi's-Produkte

Greenpeace-Aktivisten haben am Samstag bundesweit Jeans, T-Shirts und Jacken von Levi's mit dem Warnhinweis "Diese Textilie hat Wasserverschmutzung verursacht" gekennzeichnet. Der größte Jeans-Hersteller soll keine Chemikalien mehr verwenden, die Flüsse vergiften. Andere Unternehmen haben der Detox-Kampagne von Greenpeace längst zugestimmt: Am Freitag hatte sich die Modekette Esprit nach Mango und Zara zu einer giftfreien Produktion verpflichtet.

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In 36 deutschen Städten versehen die Aktivisten Kleidung von Levi's mit neuen Labeln. Zuvor hat Greenpeace giftige Chemikalien in den Produktionsabwässern von Levi's-Lieferanten in Mexiko nachgewiesen. Chemikalien finden sich auch als Rückstände in den Textilien. "Levi's nutzt mexikanische Flüsse als Abwasserkanäle", sagt Manfred Santen, Chemie-Experte von Greenpeace. "Weder die Menschen in Mexiko noch die Kunden in Deutschland akzeptieren eine Textilherstellung auf Kosten von Umwelt und Gesundheit."

In Abwasserproben von mexikanischen Textilfabriken, die Jeans für Levi's herstellen, hat Greenpeace fortpflanzungsschädigende und für Wasserlebewesen giftige Substanzen gefunden. Dazu zählen Tributylphosphat, Trichlorbenzol, chlorierte Aniline, Weichmacher (Phthalate) und Nonylphenolehoxylate (NPE), die im Abwasser zu giftigem Nonylphenol umgewandelt werden. Das Unternehmen Levi Strauss behauptet jedoch in seinem Nachhaltigkeitsbericht, umweltfreundlich zu produzieren und den Einsatz gefährlicher Chemikalien zu kontrollieren.

Neue Label für Levi's-Jeans: "Diese Textilie hat Wasserverschmutzung verursacht"

"Levi's betreibt Greenwashing für seine Blue Jeans", sagt Santen. "Das Unternehmen muss konsequent entgiften und über die Umweltgefährdung durch seine Produktionsstätten informieren."

Faser, Waschanleitung, Produktionsland - mehr Informationen gibt auch das Etikett eines Kleidungsstückes von Levi's nicht preis. Unbekannt bleibt, mit welchen Chemikalien die Baumwolle oder Kunstfaser behandelt wurde. Greenpeace-Aktivisten informieren daher mit der heutigen Kennzeichnung bundesweit über die Umweltfolgen der Levi's-Produktion. Um Verbrauchern den Einkauf giftfreier Mode zu erleichtern, bieten die Greenpeace-Aktivisten auch einen Ratgeber zu Textillabeln an.

Mit der Kampagne Detox fordert Greenpeace weltweit Modemarken auf, saubere Kleidung zu produzieren. Alle großen Hersteller lassen in China, Bangladesch, Pakistan oder Mexiko fertigen - zum Teil mit Chemikalien, die in der EU oder den USA längst verboten sind. Gefährliche Textilchemikalien werden sowohl im Abwasser von Textilfabriken als auch bei der Haushaltswäsche dieser Textilien in Gewässer freigesetzt.

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