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Greenpeace testet Luxuskleidung für Kinder

Luxus-Kinderkleidung: Gift im Spiel

„Teuer“ ist nicht immer mit „besser“ gleichzusetzen. Vor allem nicht mit „sauber“. Greenpeace weist nach, dass Kinderkleidung internationaler Luxusmarken teilweise mit gefährlichen Chemikalien belastet ist. Diese gelten als hormonell wirksam und potentiell krebserregend. Getestet wurden Kleidungsstücke und Kinderschuhe der Marken Dior, Dolce & Gabbana, Giorgio Armani, Hermès, Louis Vuitton, Marc Jacobs und Trussardi. Der Befund: Alle Hersteller außer Trussardi verwenden schädliche Chemikalien.

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„Luxusmode mag exklusiv sein – sauber ist sie deswegen nicht. Der Säuglingsschuh von Hermès war genauso mit gefährlichen Chemikalien belastet wie das Kinder-Shirt von Dior oder die Jacke von Versace. Wir fordern auch die Luxusmarken auf, saubere Kleidung herzustellen und Kinder und Umwelt zu schützen.“ sagt Manfred Santen, Chemie-Experte von Greenpeace.

Als besonders schädlich gelten Nonyphenolethoxylaten (NPE), das hormonell wirksam  ist und vor allem eine Gefahr für Wasserorganismen darstellt sowie per- und polyfluorierte Chemikalien  (PFC), die das Immunsystem und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und zu Schilddrüsenerkrankungen führen können. Nachgewiesen wurde NPE in Ballerina-Schuhen der Marke Louis Vuitton, aber auch in Dior-Oberteilen. PFC befinden sich beispielsweise in einer wasserdichten Kinderjacke von Versace. Viele der getesteten Artikel überschreiten deutlich den branchenüblichen Vergleichswert, einen gesetzlichen Grenzwert gibt es nicht.

Antimon war in allen getesteten Artikeln mit Polyesteranteilen von Dolce & Gabbana, Giorgio Armani und Versace enthalten. Antimon ähnelt in seiner Wirkung dem Arsen und ist umwelt- und gesundheitsschädlich. Antimon wird in der Polyesterherstellung als Katalysator benutzt, schon seit einiger Zeit sind dafür Alternativen erhältlich.

Auch das Label „Made in Italy“, welches man normalerweise mit italienischer Handwerkskunst und Eleganz verbindet, kann nicht darüber hinweghelfen. Sieben der zwölf mit NPE kontaminierten Kleidungsstücke tragen dieses Etikett. Die sehr hohen NPE-Werte bei vier Artikeln legen die Vermutung nahe, dass während der Produktion in Europa illegale NPE-Mengen eingesetzt wurden. Dies deutet darauf hin, dass diese Kleidung teilweise außerhalb Europas hergestellt wurde.„Das ‚Made in Italy‘-Etikett garantiert nicht, dass die Kleidung unter den strengeren europäischen Bestimmungen produziert wurde,“ sagt Santen.

Mit der Detox-Kampagne hat Greenpeace 20 Textilhersteller von Primark über H&M bis Burberry überzeugt, sich bis zum Jahr 2020 auf eine Produktion ohne Risiko-Chemikalien zu verpflichten. Der Luxussektor sperrt sich noch gegen die Kampagne. Nur Burberry und Valentino haben eingewilligt, zu entgiften- es bleibt zu hoffen, dass weitere Labels folgen.

Senden Sie Versace, Louis Vuitton und Dolce & Gabbana eine E-Mail, in der Sie eine giftfreie Zukunft fordern!

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