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Letzte europäische DDT-Quelle verstopft

Dem Flüsschen Cinca im Nordosten Spaniens haben 45 Greenpeace-Aktivisten am Donnerstag die weitere Vergiftung erspart. Auf dem Gelände der Chemiefirma Montecinca S.A. verschlossen sie die zwei Einleiter, durch die das Unternehmen unter anderem das Nervengift DDT freisetzt. Es wird bei Montecinca als Zwischenprodukt bei der Herstellung des Milbenvernichtungsmittels Dicofol eingesetzt.

In den Sedimenten des Cinca hatte Greenpeace DDT-Konzentrationen gemessen, die 3.000 Mal über dem Grenzwert der zuständigen Wasserbehörde liegen. Die Abwasserrohre zu verschließen heißt hier: Die Menschen, die das Wasser trinken, zu schützen, sagt Sara del Río, Chemieexpertin von Greenpeace Spanien. Wir hoffen, dass jetzt auch die Behörden aufwachen und die Interessen der Bevölkerung und der Umwelt verteidigen.

Montecinca ist die einzige Quelle für DDT in ganz Europa. In Deutschland ist die Herstellung von DDT bereits seit 1978 verboten. Dicofol wird sonst nur noch in Israel, China und Brasilien hergestellt. Es ist insbesondere für Wasserorganismen sehr giftig und reichert sich in der Nahrungskette an. Greenpeace fordert die Einstellung der Produktion von Dicofol, weil es weit sicherere Alternativen für die Bekämpfung von Milben gibt.(hol)

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