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Krebsrisiko Dieselruß

Die Umweltschuztorganisation Greenpeace macht auf die Gesundheitsgefährdung durch Dieselruß aufmerksam. Gegenwärtig befinden sich rund 40 Prozent Dieselfahrzeuge unter den neuzugelassenen PKWs, Tendenz steigend. Seit langem behaupten die Autohersteller, dass allerhöchstens Neuwagen mit einem Filter für den Dieselruß ausgestattet werden könnten.

Greenpeace ließ deshalb vom Institut für Fahrzeugtechnik beim Rheinisch Westfälischen TÜV in Essen (RWTÜV) einen gebrauchten Mercedes C 220 CDI mit einem Peugeot-Rußfilter und der dazugehörenden Technik aus einem Gabelstabler nachrüsten. Der Anteil der Rußteilchen sank daraufhin auf ein Fünftausendstel.

In den letzten Jahren richtete sich das Augenmerk der Industrie vor allem auf die Größe der Rußpartikel. So gelang es, verstärkt Teilchen mit einem Durchmesser von weniger als 0,1 Mikrometer zu erzeugen. Das entspricht einem Tausendstel des Durchmessers eines Menschenhaares. Doch damit stieg auch deren Gefährlichkeit. So kleine Teilchen werden von den natürlichen Schutzmechanismen der Lunge kaum noch beseitigt. Sie setzen sich fest und lösen Entzündungen aus. Im Tierversuch ist Krebs aus Dieselruß seit langem nachgewiesen. Beim Menschen fehlt der letzte wissenschaftliche Beweis. Die Autoindustrie hat dies seit vielen Jahren genutzt, immer weitere wissenschaftliche Beweise zu fordern.

Vor allem Kinder sind einer höheren Konzentration der Schadstoffe ausgesetzt als Erwachsene, weil Autoabgase bis zu einer Höhe von 1,5 Meter stark konzentriert auftreten - direkt auf Nasenhöhe der Kinder. Neben Krebs werden auch Herz-, Kreislauf- und Atemwegserkrankungen auf die Rußteilchen zurückgeführt. Greenpeace fordert deshalb, ab sofort alle neuen Dieselfahrzeuge mit einem Rußfilter auszustatten. Die Verbraucher sollten nur Fahrzeuge mit Filter kaufen und ältere Fahrzeuge nachrüsten lassen. Die Bundesregierung ist aufgefordert, sich für entsprechend niedrige EU-Standards in Brüssel einzusetzen.

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