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Keine Sanierung für wilde Giftmülldeponie

Greenpeace hat am Vormittag der französischen Präfektur von Haut-Rhin einen Teil des Giftmülls vor die Tür gestellt, der seit 45 Jahren ungeschützt in einem Wald bei Colmar herumliegt. Greenpeace-Aktivisten in Vollschutz-Anzügen hatten einen Teil in der vergangenen Woche geborgen und die Deponie abgesperrt. Der Präfekt lehnte eine Beseitigung des Mülls jedoch ab.

Die Aktivisten versuchten daraufhin Montagnachmittag, die Fässer den eigentlichen Verursachern, unter anderem der Schweizer Chemiefirma Novartis, zurückzubringen. Doch die Schweizer Zollbehörde wollte den Grenzübertritt mit den Chemieabfällen nicht zulassen und beschlagnahmte die Fässer.

Der Giftmüll auf der wilden Deponie Le Letten stammt von den Schweizer Chemiefirmen Novartis, Ciba und Syngenta. Greenpeace hatte die Firmen und die französischen Behörden bereits letzte Woche aufgefordert die Abfälle fachgerecht zu entsorgen. Denn entgegen den Angaben der Chemieunternehmen ist der Abfall hochgiftig und enthält krebserregende Gifte in hohen Konzentrationen.

In einer kürzlich unterzeichneten Konvention zwischen der Präfektur von Haut-Rhin und den Basler Chemieunternehmen ist von einer Sanierung noch nicht die Rede. Deshalb wird sich Greenpeace am Dienstag auf Hauptversammlung von Novartis erneut zu Wort melden und die Beseitigung wilder Chemiemülldeponien im Raum Basel fordern.

Die Schweizer Behörden nehmen das Problem ernster als ihre französischen Kollegen. Das Amt für Umwelt und Energie Basel hat sich der vom Schweizer Zoll beschlagnahmten Giftmüllfässer angenommen. Immerhin wird so ein Teil des Giftmülls fachgerecht entsorgt. (hol)

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