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Indischer Zoll gegen Rainbow Warrior

Dem Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior wird die Einfahrt in den Hafen von Mumbai verweigert. Die Versorgungslage ist bedrohlich: Nach rund 25 Tagen auf hoher See gehen der Crew Lebensmittel und Trinkwasser aus. Zwar hat der indische Zoll mittlerweile erlaubt, dass den Greenpeacern Essen und Wasser geliefert werden. Doch bislang hat sich keine Barkasse bereit erklärt, die zwölf Seemeilen hinauszufahren.

Die Rainbow Warrior hätte eigentlich schon am 28. November in den Hafen einlaufen sollen. Geplant war ein zweiwöchiges Programm unter Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen und Institutionen. Rund 3.000 Schüler und Studenten freuten sich auf Besichtigungen und Veranstaltungen zu den Themen Meeresökologie und Unternehmensverantwortung.

Auch die Internationale Kampagne für Gerechtigkeit in Bhopal (ICJB) rechnete fest mit der Rainbow-Crew: Am 3. Dezember fand anlässlich des neunzehnten Jahrestags der Chemiekatastrophe von Bhopal eine Aktion statt. Rund 100 Menschen legten sich an diesem Tag auf den Bürgersteig einer Straße in Mumbai, um an die Tausende Toten von Bhopal und die Verantwortung des Chemiemultis Dow Chemical zu erinnern.

Die indischen Zollbehörden hatten offensichtlich andere Vorstellungen von Verantwortung: Sie widerriefen ihre ursprüngliche Genehmigung zum Einlaufen in den Hafen. Es dürfte kaum Zufall sein, dass dieser Widerruf kurz nach einer Auseinandersetzung zwischen Greenpeace und den Behörden des indischen Bundesstaates Gujarat erfolgte. Dort hatte die Crew der Rainbow Warrior im November verhindert, dass indische Arbeiter mit bloßen Händen ein asbestverseuchtes britisches Schiff auseinander nehmen mussten. (sit)

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