Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Indien: Chemie im Fluss macht krank

Greenpeace-Aktivisten haben am Mittwoch in der indischen Stadt Thiruvananthapuram Nachbildungen von toten Fischen und von Rinderleichen vor das Gesundheitministerium gelegt. Auf einem Banner war zu lesen Rettet den Fluss Periyar. Die Aktivisten forderten vom Gesundheitsminister, sofort zu handeln, um den durch Chemikalien geschädigten Einwohnern der Stadt Eloor zu helfen. Dabei wurden sechs Aktivisten verhaftet.

Im September 2003 hatte Greenpeace zusammen mit Wissenschaftlern eine Studie über die Industrieanlagen Eloors veröffentlicht. Die Studie belegt, dass die Gegend durch die giftigen Abwässer chemisch verseucht ist. Die Anwohner erkranken überdurchschnittlich oft an Asthma, Bronchitis und Krebs. Außerdem leiden sie an körperlichen Missbildungen, auch ihr Erbmaterial ist geschädigt.

Die Regierung muss sofort für die medizinische Versorgung der Bevökerung Eloors sorgen, fordert Sanjiv Gopal, Chemieexperte bei Greenpeace Indien. Zusätzlich muss die Chemieindustrie verpflichtet werden, keine giftigen Abwässer mehr in den Fluss Periyar einzuleiten. (mod)

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Zu viel, zu schnell

Der Modekonzern H&M sitzt auf Ladenhütern im Milliardenwert und weiß nicht wohin damit. Die Entsorgung erfolgt oft auf fragwürdigem Weg, berichten ZDF und Wirtschaftswoche.

Gutes Leben, selbstgemacht

Deutschlandweit zeigten Greenpeace-Aktivisten am Wochenende, wie verantwortungsvoller Konsum geht. Und dass das nichts mit Verzicht zu tun haben muss.

Bewegt sich doch!

Klimaschutz stand bei Samsung bislang ganz weit unten auf der Liste. Das wird sich ändern, verkündete der Elektronikkonzern heute. Greenpeace protestierte zuvor hartnäckig.