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Illegaler Giftmüll in Thailand gefunden

Umweltschutzgruppen, darunter Greenpeace und das Basel Action Network (BAN), haben die thailändische Regierung aufgefordert, den Import von Giftmüll zu verbieten und die Baseler Konvention zu ratifizieren. Hintergrund der Forderung sind Schiffsladungen mit 20 Tonnen Elektroschrott, unbestimmten Mengen gefährlicher Batterie- sowie medizinischer Abfälle und rund 1000 alten Reifen, die in jüngster Zeit in zwei thailändischen Häfen angeliefert worden sind. BAN sieht eine neue Woge globaler Giftmüllschiebereien auf Asien zurollen.

Die Baseler Konvention verbietet den Export von Giftmüll aus den Industriestaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in die so genannte Dritte Welt und nach Osteuropa. Illegal aber gehen die Exporte weiter. Ein Teil des jetzt gefundenen Giftmülls stammt aus Großbritannien. Die Umweltschützer werfen der britischen Regierung daher vor, den eigenen Gesetzen gegen Giftmüllexporte keine Geltung zu verschaffen. Der thailändische Premierminister Thaksin Shinawatra kündigte mittlerweile an, dass Gesetzeslücken, die den Import von Giftmüll ermöglichen, geschlossen werden sollen.

Die thailändischen Behörden sind beauftragt worden, die Herkunftsländer des angelieferten Mülls zu ermitteln und ihn dorthin zurückzuschicken. Der größte Teil aber lässt sich nicht zurückverfolgen und wird darum wahrscheinlich auf thailändischem Territorium gelagert. Thailand hat bereits bittere Erfahrungen mit ausländischem Giftmüll gemacht, als 1991 auf dem Hafengelände von Bangkok mehrere ungekennzeichnete Container mit Chemieabfällen explodierten und eine Wolke von giftigem Rauch die Behausungen eines nahebei gelegenen Slums und ihre Bewohner einhüllte. Der Unfall kostete etliche Menschen das Leben und viele weitere ihre Gesundheit. (sit)

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