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Goldmine verstößt gegen EU-Regeln

Greenpeace-Aktivisten haben am Mittwoch in Bukarest gegen ein geplantes Bergwerk in Rosia Montana protestiert. In der rumänischen Kleinstadt soll Europas größtes Tagbau-Goldbergwerk entstehen. Wird das Projekt realisiert, werden zwei Täler komplett zerstört. Täglich würden 40 Tonnen hochgiftiges Zyanid zum Einsatz kommen. 2000 Menschen müssten gegen ihren Willen umsiedeln.

Die 50 Aktivisten forderten das rumänische Parlament auf, dem Vorhaben ihre Zustimmung zu verweigern. Das Bergwerksprojekt ist sozial und ökologisch absulut inakzeptabel, erläuterte Greenpaece-Kampaigner Herwig Schuster. Er warnte weiter davor, dass das Projekt die Aufnahme Rumäniens in die EU gefährden könne. Bereits am Dienstag hatte Greenpeace dazu ein Gutachten der Universität Wien vorgestellt.

Die Professoren vom Institut für Europarecht sind der Meinung, dass die Zwangsumsiedlung von Anwohnern der EU-Menschenrechtskonvention widerspricht. Sie ist bereits jetzt für Rumänien verpflichtend. Weiter kritisierten die Juristen den offenen Gebrauch von hochgiftigem Zyanid als Verstoß gegen die EU-Richtlinien zum Grundwasserschutz. Auch das Planungsverfahren stehe im Widerspruch zu den Richtlinien für Umweltverträglichkeit und Umweltauswirkungen. (abu)

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