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Erster Punktsieg für den Dieselrußfilter

Es tut sich etwas in Sachen Dieselrußfilter. Nach Klaus Töpfer, Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), haben sich jetzt auch die Umweltminister von Bund und Ländern für Rußfilter in Dieselfahrzeugen eingesetzt. Ein erster Punktsieg für Greenpeace in der Auseinandersetzung mit DaimlerChrysler.

Seit Jahr und Tag fordert Greenpeace, dass Dieselfahrzeuge serienmäßig mit Rußfiltern ausgestattet werden, um den Ausstoß der gefährlichen Rußpartikel zu verringern. Und seit Jahr und Tag weigert sich DaimlerChrysler, diese relativ einfache Maßnahme zum Schutz der Gesundheit durchzuführen. In Deutschland sterben jährlich mindestens 8.000 Menschen an Krebs durch Dieselruß.

Jetzt hat Greenpeace prominente Unterstützung erhalten. Auf dem Internationalen Umweltforum am 18. November in Magdeburg hat UNEP-Direktor Klaus Töpfer unsere Forderung ausdrücklich unterstützt. Und die Umweltminister von Bund und Ländern setzten auf ihrer Herbsttagung in Hamburg vom 19. bis 20. November noch eins drauf: Dieselfahrzeuge mit Rußfiltern sollen möglichst ab 2005 steuerlich begünstigt werden.

Eine kleine, unaufwändige Greenpeace-Aktion am Rande des 3. Internationalen Umweltforums in Magdeburg hat den großen Konzern DaimlerChrysler offenbar ganz schön ins Schwitzen gebracht. Greenpeace-Sprecher Wolfgang Lohbeck und einige Aktivisten hatten ein Banner vor dem Gebäude aufgebaut: DaimlerChrysler - Von Verantwortung reden, aber Menschen vergiften!

Abfällige Äußerungen eines führenden Daimler-Managers über die Greenpeacer da draußen verfehlten nicht nur die beabsichtigte Wirkung. Sie schlugen auf den Konzern selber zurück. Klaus Töpfer konterte, indem er vor dem Plenum erklärte, wie die UNEP mit NGOs zusammenzuarbeiten pflegt: mit Gesprächen am selben Tisch.

Ein Besucher später zu den Greenpeace-Vertretern: Sie haben mit Ihren zwei Bett-Tüchern mehr erreicht als DaimlerChrysler mit ihrer halben Million Euro für diese Veranstaltung ausgegeben hat. Erkenntnis eines Daimler-Vorstandsmitglieds nach dem Ende der Veranstaltung: Man müsse mehr miteinander sprechen.

Es gibt viel zu besprechen. Entgegen geltendem EU-Recht hat DaimlerChrysler beispielsweise zusammen mit der gesamten Autoindustrie durchgesetzt, dass der Kraftstoffverbrauch ihrer Neufahrzeuge nicht gekennzeichnet werden muss.

Bitte lesen Sie zur weiteren Information das Flugblatt DaimlerChrysler: Von Verantwortung reden, aber Menschen und Umwelt vergiften (PDF, 36 kb).

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