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Elektro-Schrott aus den USA und Europa vergiftet Chinesen und Inder

Auf die Gefährlichkeit von Elektro-Schrott hat Greenpeace am Mittwoch in Peking aufmerksam gemacht. Wir haben dort unsere neue Studie Toxic Tech: Recycling von Elektro-Schrott in China und Indien - Verseuchung von Arbeitsstätte und Umwelt vorgestellt. Wissenschaftlich untersucht wurden Staub, Abwasser und Boden der Schrottplätze sowie das Sediment nahe gelegener Flüsse. Ergebnis: Giftige Substanzen und Schwermetalle aus dem Techno-Schrott fanden sich an Arbeitsplätzen und in der Umwelt.

Die Studie legt nahe, in beiden Ländern sofort den Schutz am Arbeitsplatz zu verbessern, sagt Dr. Kevin Brigden, einer der Wissenschaftler, der die Proben für Greenpeace gesammelt hat. Auch über den Umgang mit dem Müll muss man sich dringend Gedanken machen. An die Elektro-Industrie geht die erneute Aufforderung, endlich die Giftstoffe aus ihren Produkten zu verbannnen. Die Hersteller müssen die Verantwortung für ihre Geräte auch nach dem Ende der Nutzung übernehmen.

Der Elektroschrott stammt hauptsächlich aus den USA, aber auch aus Europa wird er illegal nach Asien transportiert. Die Verseuchung durch das unsachgemäße Recycling in China und Indien war nicht auf die Schrottplätze begrenzt. Auch in den Wohnungen von Arbeitern ließen sich deutlich überhöhte Werte beispielsweise von Schwermetallen im Staub finden. In Nachbarwohnungen, deren Mieter nicht auf dem Schrottplatz arbeiten, waren die Werte sehr viel niedriger.

Mittlerweile haben fünf der wichtigsten Elektrofirmen versprochen, auf PVC und bromierte Brandverzögerer zu verzichten. Samsung, Nokia, Sony und Sony-Ericsson sowie LG Electronics wollen weniger gefährliche Ersatzstoffe einsetzen. Bislang nicht dabei sind die Firmen Dell, IBM/Lenovo, Hewlett Packard, Siemens, Acer, Toshiba, Panasonic, Fujitsu-Siemens und Apple.

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