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Die Clemenceau passiert den Suez-Kanal

Der ausgemusterte französische Flugzeugträger Clemenceau ist am Montag um Null Uhr in den Suez-Kanal eingelaufen. Zuvor hatte ein ägyptisches Expertenteam befunden, dass eine Weiterfahrt keine Gefahr für die ägyptische Umwelt darstelle. Im Fall Clemenceau kann jetzt nur noch der Oberste Gerichtshof in Indien die Verschrottung des Schiffes in Alang verhindern. Sein Urteil wird für den 13. Februar erwartet.

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1,3 Millionen Dollar muss die französische Regierung an Kanalbenutzungsgebühren an Ägypten bezahlen. Diese Kosten fallen gering aus gegenüber denen, die eine Verschrottung des Schiffes in Frankreich mit sich brächte. Viele Industrienationen nutzen ärmere Entwicklungsländer als Müllhalden für giftige oder schwer entsorgbare Materialien, zum Beispiel auch Computer oder Handys, weil die Umweltschutzbedingungen in diesen Ländern nicht so hoch sind. Die Verschrottung erzeugt in diesen Ländern dadurch deutlich weniger Kosten.

Der Fall Clemenceau hat nun den höchsten Grad der Ungerechtigkeit erlangt, sagt Pascul Husting von Greenpeace Frankreich. Die französische Regierung hat die Welt über den Zustand ihres Kriegsschiffes in die Irre geleitet. Paris hat einfach erklärt, die Clemenceau sei kein Abfall und falle deshalb nicht unter die internationalen Gesetze für den Transport von gefährlichen Abfällen (Baseler Konvention). Französische Gerichte können diesen Schritt der Regierung nicht anfechten, weil der ehemalige Flugzeugträger als Kriegsmittel gilt und der zivilen Rechtsprechung entzogen ist. Ägypten dürfte dem massiven Druck aus Paris nachgegeben haben und ist auf das juristische Manöver eingegangen. Dazu Husting: Beide verhöhnen internationale Gesetze, nur damit diese ihren Interessen dienen können.

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