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Der Konzern Philips und sein giftiger Elektroschrott

Der Hersteller zahlt für seinen giftigen Elektronikschrott. Das ist, kurz gefasst, was Greenpeace zum Thema Elektronik-Recycling fordert und auch von der EU-Gesetzgebung unterstützt wird. Kaum ein Unternehmen wehrt sich so sehr dagegen wie Philips.

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Nach den Greenpeace-Veröffentlichungen zu europäischem Elektronikschrott auf öffentlichen Müllplätzen in Ghana hat ein besorgter Kunde bei Philips angefragt. Die Antwort leitete er uns weiter. Sie zeigt, dass der Elektronikhersteller sich um den Kern des Problems herummogelt.

Zwar zeigt sich auch der Konzern beunruhigt über die giftigen Funde in Ghana. Doch gleichzeitig lehnt er jede Verantwortung dafür ab: Philips sei nicht in illegale Exporte involviert. Das mag richtig sein, geht aber an der Sache vorbei.

Im Guide to Greener Electronics, den Greenpeace alle drei Monate herausgibt, erzielt Philips gerade einen von 15 möglichen Punkten. Andere Hersteller sind hier wesentlich besser aufgestellt, erklärt Ulrike Kallee, Chemieexpertin von Greenpeace. Das liegt zum einen daran, dass Philips in Ländern, in denen das nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, bisher kein flächendeckendes Rücknahmesystem eingeführt hat. Aber auch bei der Herstellung giftfreier Produkte gehört Philips zu den Schlusslichtern der Branche.

Zudem weigert sich Philips beharrlich, die Individuelle Herstellerverantwortung (IPR) anzuerkennen. Individuelle Herstellerverantwortung bedeutet, dass jeder Hersteller für das Recyceln seines eigenen Schrotts zahlt. Dies wäre ein Anreiz, auf giftige Bestandteile in den elektronischen Produkten zu verzichten. Sie machen das Recycling teuer und gefährden die Menschen vor Ort und ihre Umwelt.

Philips muss endlich Verantwortung für seine Produkte übernehmen. Das fängt beim umweltfreundlichen Design an und endet in der weltweiten und kostenlosen Rücknahme des Elektroschrotts!, fordert Kallee.

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